Friesland GroningenFriesland und Groningen sind zwei unentdeckte Geheimtipps für Naturliebhaber auf dem Nordseeküsten-Radweg.
10.7.2010 Delfzijl 20 Kilometer 32 Grad viel SonneNachmittags gegen 16.30 Uhr betraten wir niederländischen Boden. Der Hafen von Delfzijl war schon beeindruckend, er nahm kein Ende. Der Weg in die Stadt war schnell gefunden und auf der Karte sah der Weg zu unseren Freunden des Rades ganz einfach aus, aber es wurde eine kleine Odyssee. Immer wieder wollte die richtige Straße nicht auftauchen. Die ersten Kontakte zu Niederländern halfen mir das Problem nach einer Stunde zu lösen. Die ersten Radwege waren bestens ausgebaut, sogar einige mit Tartan. Überall gibt es klare Abgrenzungen zum Autoverkehr. Nur die Rotunden ( Kreisverkehr) sind nicht immer eindeutig. Unsere Freunde des Fahrrads sprechen ein sehr gutes Deutsch und so unterhielten wir uns sehr lange von Fußball bis Politik. Und erstmals gewitterte es lautstark.

11.7. 2010 Lauwersmeer 78 Kilometer 32 Grad viel SonnenbrandDer Waddenzeeradweg ist leider auch kein durchgehender Radweg, wieder nur eine Zusammenstellung schon vorhandener kleiner und großer Wege und Straßen. Manchmal teilt man sich den Fahrweg nicht nur mit Autos auch mit schnellen Flitzern. Leider macht der Radweg an manchen Stellen auch seltsame Schwenker. Die Ausschilderung ist mit Waddenzee Lf10b gut bis sehr gut. Nur an ganz wenigen Stellen besteht die Chance des Verfahrens. Die Anstiege beschränken sich auf die Überwindung von Deichen oder Straßen. Die Preise entlang der Fahrstrecke sind schon höher als in Deutschland.

Die Landschaft zieht am Auge langsam und gemächlich vorbei. Viele Felder sind mit Kartoffeln bestellt und werden begrenzt von einem Wassergraben. Selbst über das Auftauchen eines kleinen Segelbootes braucht man sich nicht wundern. Die Dörfer sind kompakt und bestehen aus vielen niedlichen Häusern und einer alles überragenden Kirche. Die Landschaft prägender sind aber die vielen kleinen Einzelgehöfte mit einer großen Scheune samt Stall und einem vorgebauten Wohnhaus. Nicht selten sieht das Auge sehr schön gestaltete Häuser. Von der Nordsee ist außen Deichen nichts zu sehen.

12.7. 2010 Schiermonnikoog Regen 20 Grad 19 KilometerDas ist wirklich eine Insel mit Charakter und Charme. Langgezogene Dünen mit Sanddorn und Orchideen säumen den Radweg um die Insel herum. Selbst Tiere wie Fasan und Seevögel lassen sich mühelos beobachten. Der Ort Schiermonnikoog lässt sich ebenso schnell und schön mit dem Rad erkunden. Kleine attraktive Häuser wechseln mit Restaurants und Cafes ab. Das Wetter wollte heute nicht so wie wir wollten und es wurde unser erster Regentag. Die An -und Abreise mit dem Schiff ist nun schon etwas völlig Normales geworden.

13.7. 2010 Friesland Gegenwind 66 KM bewölkt 23 GradDer Radweg ist weiterhin bestens ausgeschildert, man muss ihn sich nur Teilen mit schnelleren Mopeds. Die Wegführung hat wieder viele Abkürzmöglichkeiten, bei Gegenwind auch zu empfehlen. Bei normalem Wind oder Rückenwind sind die vielen malerischen Friesenorte schön anzusehen. Das Land ist weiterhin von der Gemüsewirtschaft mit Zwiebel und Kartoffelanbau geprägt. Von den Deichen hat man einen weiten Blick aufs Meer, welches an einigen Stellen schon vom Menschen zur Landgewinnung genutzt wird. Die Ruhe und Einsamkeit ist in Friesland greifbar, nur wenige Fernradler sind hier unterwegs. In SintJacobiparochie beginnt der Jakobsweg.

14.7. 2010 Harlingen 72 KM Gegenwind 26 Grad SonneSonne und Sonnenbrand waren heute das Ergebnis unserer Fahrt durch Friesland und über den Abschlussdeich. Tagelang wuchs mein Respekt vor dieser 30 Kilometer langen Verbindung zu Nord-Holland. Gegenwind war ja klar, aber welche Stärke. Würden Regen und starker Gegenwind uns hindern , unserem Ziel näher zu kommen? Doch vorher ging es noch einmal durch eine ruheeinflössende Landschaft, die immer wieder schöne Häuser zum Fotografieren anbot. Viele Häuser werden auch zum Kauf angeboten.
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