Italien SüdenDer Süden von Italien ist voller Schönheit und Gegensätze.
Apulien als Landschaft am Stiefelabsatz gehört zu den schöneren Landschaften Italiens. Tausende Olivenbäume säumen die Straßen entlang dieses abwechslungsreichen Landes. Landwirtschaft wird hier groß geschrieben und jedes Fleckchen Land wird bewirtschaftet. Das Meer leuchtet an vielen Stellen am Horizont hervor. Die Städte haben fast alle eine sehenswerte Piazza. Der Müll macht aber auch um Apulien keinen Bogen.

Verrückte Trulli-Häuser in AlberobelloEin schönes aber touristenverseuchtes Städtchen. Aber so muss das wohl sein in einer einmaligen Stadt namens Alberobello. Die Trulli-Häuser sind wieder ein versuch Steuern zu sparen. Die typische Haubenform sieht gut aus und ist ein beliebtes Fotomotiv. In der Sonne und mit blauem Himmel sehen sie sehr fotogen aus. In so einem Trullo-Haus wohnen zu müssen, wird aber nicht jedermanns Sache sein, denn drei Räume und schon ist das Trullo-Haus erkundet.

Großer Bau Geheimnisvolles Castel del Monte Das Castel del Monte liegt hoch auf einem Berg und überragt die gesamte Fläche und ermöglicht weite Blicke über Apulien. Mit viel Phantasie kann man sich die Nutzung des Castels vorstellen. Viele Räume haben den achteckigen Charakter bewahrt. Friedrich II. hat viel der Nachwelt hinterlassen. Wenn die Steine erzählen könnten, würde es doch einiges zu hören geben.

Friedrich II. Wunder der WeltEin Herrscher aus dem Mittelalter, den ich bisher noch nicht für voll genommen hatte, der doch vieles versucht und manches erreicht hat. Sein Hauptgedanke Macht koppelte er mit Toleranz jedermann gegenüber. Einige seiner Lebens und Wirkungsstätten haben wir kennen gelernt. Palermo als Ort der Kindheit und als Ort seines Grabes. Diese Stadt war wohl auch seine heimliche Geliebte. Bei Frauen machte er auch eine gute Figur. Ein Denkmal für die Ewigkeit, welches mit seinem Namen unabdingbar verbunden ist, heißt Castel del Monte. Jetzt kenne ich Friedrich II. und finde ihn so schlecht nicht.

Paestum Gut erhaltene griechische Tempel Vor Hunderten von Jahren wollten Griechen in Pesto italienisch ein Groß Griechenland errichten. Die Ebene ist weit und fruchtbar, das Meer nicht weit, aber wie immer waren auch die Feinde nicht weit weg. So dauerte der Traum nicht lange und er war ausgeträumt. Übrig geblieben sind Trümmer und drei Tempel, die an vergangene Zeiten erinnern. Alles erstrahlt im Sonnenlicht.

Quer durch Kampanien Richtung PompejiDie Landschaft änderte sich wieder radikal. Die Berge nahmen zu und wurden immer höher. Die Olivenbäume wurden abgelöst von Artischocken-Feldern. Das Mittelmeer wurde wieder erreicht und die Amalfi-Küste ist nicht weit. Häuser oben auf dem Berg und ganz am Hang angeschmiegt. Ansonsten das gleiche Bild, viele Autos, viele Männer auf den Straßen und in den Cafes unterwegs. Die Sonne scheint hell und die Palmen wedeln im Wind.

Pompeji haben wir nun gesehen. Ein Gewirr an Steinen, Straßen und Menschen. Touristen über Touristen. Fotografen über Fotografen. Natürlich standen am meisten Menschen am Freudenhaus. Ein echter Engpass. Der Vesuv scheint wirklich nahe und völlig ruhig, aber ein Stück des Kraters fehlte wirklich. Es gibt aber einen wirklichen Eindruck der Geschichte, denn man ist am wahrhaften Ort des Geschehens. Beeindruckend ist die Höhe der verschütteten Häuser und Plätze. Es muss ein reiner Wahnsinn gewesen sein, 79 hier gewesen zu sein. Einige originale Fresken und Hauseingänge sind sehenswert.
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