Noch mehr Schlösser m Loire-Tal





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Das Loire-Tal

Das Loiretal ist voller Schlösser und Wein.


Noch mehr Schlösser - von nahem und von fern Mittwoch, 22. Oktober 2008

Das gewaltige Schloss Chambord, das größte in der Loire-Gegend, liegt am linken Nebenfluss der Loire, am Cosson. Auch hier war Franz I. der Initiator des Baues, der dann von seinem Sohn weitergeführt wurde. Auch wenn das Schloss zu Lebzeiten der beiden nicht fertig wurde, gewohnt hat dort niemand richtig lange, auch wenn es später hin und wieder Domizil von bekannten Leuten war, z. B. von Moritz von Sachsen, dem illegitimen Sohn August des Starken und der Aurora von Königsmarck, seiner ersten Mätresse. Moritz hatte viel vom Temperament seines Vaters mitbekommen und in Frankreich als Militär eine tolle Karriere hingelegt.
Läuft man durch die riesigen Räume, dann sieht man, dass alles auf Repräsentation ausgelegt ist. An den Decken der Vorhallen hat Franz sein Signum hinterlassen, das große F, den Salamander, als ein Tier, das sich im Feuer verjüngt und das zum Knoten verschlungenem Seil, das an die Tracht der Franziskaner erinnern soll.

F für Franz I.
Renaissance-Kunst
Der Salamander
Schloss Chambord
Im Spiegelbild
Die Wendeltreppe von Leonardo da Vinci
Denn niemand anderes als Franz von Assissi ist der Schutzpatron des Königs. Wenn man die doppelseitige Wendeltreppe empor läuft, kommt man in die üblichen Königszimmer des ersten und zweiten Obergeschosses. Sie sind nachträglich wieder eingerichtet worden, denn wenn das Schloss auch die Revolution schadlos überstanden hat, die Einrichtung wurde verkauft. Am beeindruckendsten ist die Aussicht auf den Dachterrassen. Man ist den unglaublichen Türmen und Türmchen zum einen sehr viel näher und kann die Stein gewordenen Fantasie des Architekten bewundern, zum anderen hat man einen großartigen Blick auf die das Schloss umgebenden Anlagen.

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Besucher aus aller Welt
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Vorfreude
Angekommen in Chambord
Wir fahren weiter durch das Loiretal und betrachten die Schlösser Blois und Amboise von weitem. Besonders anschauenswert ist der Busstopp in Blois. Weniger wegen der Aussicht auf das Schloss, sondern wegen der einfallsreichen Bemühungen mancher Mitreisender. Sie ringen um Motive und besondere Effekte. Herr Schmidt sucht das richtig gefärbte Blatt für den Vordergrund seines Bildes. Steffi wirft mit vollen Händen Blätter vor die Linse ihrer Nachbarin, um die Stadtansicht bewegt –dramatisch wirken zu lassen. Erst beim dritten Anlauf fallen die Blätter in ausreichender Menge und in gewünschter Richtung.
Manchmal verlässt die Straße den Fluss. Die Loire ist der einzige weitestgehend naturbelassene Fluss in Europa, und man kann das an den Sandbänken, die ihren Lauf immer wieder verändern, gut erkennen. Wir fahren durch Dörfer, vorbei an Wohnungen, die in den Felsen gehauen sind, aber ziemlich verlassen erscheinen. Ein verwittertes Schild mit der Aufschrift „Pique-nique“ ( sieht irgendwie eleganter als das gewohnte „Picknick“ aus ) ist an eine Pappel genagelt. Auf den Pappeln, die immer wieder auftauchen, haben sich ungewöhnlich viele Misteln angesiedelt, die wie dunkle Nester die Bäume überdecken.

An den Ufern der Loire
Gundolf auf der Suche
Herbst an der Loire
Der Himmel über der Loire
Schlösser an der Loire
Geschichte an der Loire

Im Weinkeller

Im Hotel in Tours angekommen erhalten wir die Order sofort nach dem Gepäckabladen wieder zum Bus zu kommen. Abendbrot bei einem Winzer.
Monsieur Philippe Catroux führt uns in seinen Weinkeller, der in den Kalksteinfelsen eingehauen ist. Die Wände sind mit einer rußigen Schicht bedeckt. Aber hier hat keine Feuersbrunst gewütet, sondern es ist ein Pilz, der nur dann entsteht, wenn der Wein in den Kellern lagert. „Wein weg, Pilz weg“, - Zitat des Winzers.

Ankunft
Philippe Catroux
Im Weinkeller
Der Weinberg nahe der Loire
Weinlager
Angenehmer Abend
Dann führt er uns in einen Gastraum, auch der im Felsen. Hier sind die Wände weiß, das Abendbrot ganz gut und die Weinprobe animiert einen großen Teil der Gäste entsprechende Mitbringsel mit nach Hause zu nehmen.

Arme Busfahrer. Nicht genug, dass sie Koffer stapeln müssen, jetzt kommen auch noch die Weinkartons hinzu. Na wenigstens riechen sie nicht. Denn irgendwann während der Reise hat ein Mitfahrender ein Käseandenken in den Bus eingelagert, der ein Aroma ausströmt, das signalisiert: Je heftiger der Duft um so größer der Genuss. Er/ Sie war wohl selbst unangenehm berührt, denn bis zum Ende der Reise wurde das Geheimnis des Käsebesitzers gewahrt.

Breites Angebot
Der Buswurde schwerer
Schöne Flasche
Edda Thiel freut sich.
Phillipe Catroux
Weinkauf


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