Bettina SelbyBettina Selby ist eine begeisterte englische Radtouristin, die allein durch die Welt radelt.Mit dem Fahrrad nach Santiago de CompostelaBettina Selby Der Jakobsweg
Piper, München 2002
Es war das zweite Buch, welches ich von den englischen Weltenbummlerin gelesen habe,sie hat einen unverwechselbaren Schreibstil, pointiert und leicht verständlich. Es war wieder eine Freude , es zu lesen. Sie ist die Leseentdeckung diesen Sommers. Nach ihrer Türkei-Reise mit den vielen kleinen und großen Abenteuern freute ich mich auf ein Wiederlesen. Irgendwann in meinem Leben möchte ich auch einmal auf den Weg nach Santiago sein. Eigentlich mit dem Fahrrad, aber das hat sie mir doch fast ausgeschrieben. So vielen LKWs und geschlossenen Kirchen wollte ich nicht begegnen. Zu Fuß ist es mir aber zu weit und auch zu lang. Als Radfahren will ich ein Ziel sehen und auch mal Kilometer schrubben können. Nun kenne ich schon die Stadt am Ende der Welt, für mich wäre der Weg das Ziel.
download Mit dem Fahrrad immer am Nil entlangBettina Selby ist wieder einmal mit dem Rad unterwegs, diesmal im arabischen Raum immer am Nil entlang. Und dort heißt Fahrrad eben Agala. Eine Frau in der Wüste allein und dann noch mit dem Fahrrad in einer von Männern dominierten Welt schreit förmlich nach Abenteuern. Und diese erlebt sie auch täglich und nächtlich. Mit Witz, Charme und Verstand übersteht sie alle Unwegsamkeiten bravourös. Sie erreicht ihr Ziel die Mondberge. Ein Buch für Radwanderer, denn sie zeigt die ungeschminkte Wahrheit ohne Romantik und Weltschmerz. Unbedingt lesbar.
Falls wieder jemand auf die wahnwitzige Idee kommen sollte, den Nil mit dem Fahrrad zu erkunden, dann unbedingt lesen. Das Buch ist voller Tipps und Tricks, wie der Radfahrer in Afrika überleben kann.
Auch wer nicht durch Afrika fahren will, kann von ihr eine ganze Menge lernen.
Hier sind die Tipps Piper 1993
Auch dieses Buch entführt den Leser in eine fremde Welt. Wie gewohnt hat Bettina Selby keine Scheu vor dem Fremden und lässt auch keinen Grund gelten aufzuhören. Unbeirrt fährt sie erst durch Pakistan, dann durch Indien um dann in Nepal ihr Shangri-La zu finden. Leider war es nix mit dem Shangri-La. Müll, Dreck und aufdringliche Männer gab es überall im Übermaß. Ein Buch, welches nicht für einen Indien-Urlauber geeignet ist. Wie immer von ihr in einem angenehmen Stil geschrieben und sehr lesenswert. Für Fahrradjunkies bestens geeignet.
Tipps zu Indien, Pakistan und Nepal
Piper 1991
Für mich zum letzten Mal beschrieb Bettina Selby ihre Abenteuer mit dem Rad. Vorbildlich hat sie wieder alle Widrigkeiten diesmal in Westafrika überwunden. Fahren mit dem Rad ,wo Mann ( Frau) eigentlich gar nicht fahren kann, das ist schon bewundernswert. Ihre Begegnungen mit den Menschen vor Ort hat sie wieder voller Widerstandskraft und Engagement gemeistert. Zum Schluss noch einige Wahrheiten über das Fahrrad fahren aus ihre Feder.
Alles in allem gewährt wohl kein anderes Transportmittel auch nur annährend soviel Unabhängigkeit und Handlichkeit, ganz zu schweigen von der Lust, die mir das Radeln an sich schon bereitet.
Der eigentliche Reiz einer Reise per Fahrrad besteht ja gerade in der Freiheit , seine Pläne jederzeit über den Haufen werfen zu können und sich treiben zu lassen, wie es einen gelüstet.
Eins war sicher: Das Tempo eines Fahrrads erlaubte mir, sehr viel mehr zu sehen als den gelegentlichen Blick auf Bäume hinter einer Staubwolke.
Wer herumreist, wird unvermeidlich in die Rolle des Fremden gedrängt, der draußen steht und hereinschaut.
Reisende sind nun einmal von Natur aus Optimisten.
Die aufkeimenden kleinen Befürchtungen, ob ich nicht vielleicht doch etwas vergessen hatte oder was alles schief gehen könnte, die am Beginn jedes Reiseabschnitts stehen, machten in diesem Stadium einem Gefühl der Erleichterung Platz, endlich wieder unterwegs zu sein.
Ein Radfahrer braucht wie jede Maschine Treibstoff zum Vorwärtskommen.
Doch das Reisen hat unter anderem den Nachteil, dass man eine gewisse Wahl treffen muss, weil man nicht überall zugleich hingehen kann.
Auf Reisen ist es immer schwierig, alle Besitztümer zusammenzuhalten.
Doch es ist oft besser, nicht zu wissen, was einem bevorsteht.
Was immer diese Reise mir bisher gebracht hatte -sie bewies mir deutlich, dass eine beschwerliche Periode das beste Mittel ist, um das Wahrnehmungsvermögen zu schärfen und selbst völlig alltägliche und vertraute Gegebenheiten in einem neuen, aufregenden Licht zu sehen.

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