Leipziger Buchmesse 2011Die Leipziger Buchmesse 2011 war wieder eine bunte Vielfalt an Literatur und Fotomotiven.
Vom 17.3. bis zum 20.3. 2011 war es wieder einmal soweit, Buchmesse in Leipzig. Auch dieses Jahr konnte ich die Messe alle 4 Tage besuchen. So suchte ich mir ein umfangreiches Leseprogramm heraus. Jeden Tag 2-3 Buchlesungen und je eine Halle standen auf dem Programm. Die Hallen waren voll neuer und schon bekannten Eindrücke. Da sind die bekannten Schulbuchverlage, die Cosplayer, die verschiedensten Leseinseln und Autorenforen. Die üblichen Verdächtigen waren genauso da, wie Neulinge. Gedränge und Gedränge, am Sonnabend sogar Sonne.

Leuchttürme der Literatur gibt es wohl so gut wie keine mehr, es ist ein Literaturbetrieb der Vielfältigkeiten. Autobiografien stehen neben Sachbücher, Reiseliteratur neben Romanen. In den verschiedensten Autorenforen wird immer gelesen und es ist fast immer voll. Wenigstens einen Zuhörer hat jeder. Serbien als Schwerpunkt in diesem Jahr ist verstärkt vertreten. Junge Literatur aus dieser gebeutelten Region. Reiseliteratur hatte ich mir als Schwerpunkt gesetzt. Bücher über den Pilgerweg nach Santiago de Compostela genauso wie über die Via Ignatia in Südosteuropa.

Leipzig liest hatte auch wieder ein volles Programm. Tausende Veranstaltungen wollten ein Publikum haben, überall in der Stadt wurde gelesen. In allen möglichen und unmöglichen Orten. Wir entschieden uns für den Anker mit dem „Club der toten Dichter“. Gedichte von Rainer Maria Rilke vertont und gesungen . Werk 2 glänzte mit der Lesung zweier junger Autoren Dirk Bernemann und Nagel. Nicht nur das junge Publikum kam auf seine Kosten. Anna Hertz (Wiebke Lorenz und Frauke Scheunemann) in der Ganos -Kaffeerösterei war dann der ultimative Höhepunkt. Was diese beiden Frauen an leichter aber äußerst köstlicher Literatur anboten, das war das Sahnehäubchen dieser Woche gewesen. Toll.

Der Sonntag stand ganz im Zeichen der beschaulichen Ruhe und Erleben der verschiedenen Facetten der Buchmesse. Die Cosplayer waren wieder der farbliche und kreative Höhepunkt der Leipziger Buchmesse geworden. Ein tolles und dankbares Fotomotiv. Weniger erfreulich war der negative Höhepunkt in Form, der Srebrenica Diskussion, diese war so abstrus, dass man sich schon fragte, ob das noch Meinungsfreiheit in Anspruch nehmen sollte. Aber es gab ja genug Alternativen wie ein Besuch einer Lesung zu Tallinn und es freute mich beim MDR Dirk Kurbjuweit mit „Kriegsbraut“ hören zu können.

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