Dessau 2011Im Jahre 2011 setzten wir unsere Erkundungen mit dem Fahrrad um Dessau fort.
Dessauer Radeltour Nr 6 15.5. 2011 Zerbst Bei Aprilwetter mitten im Monat Mai ging es von Dessau über Rosslau nach Zerbst. Der Radweg entlang der B 184 erwies sich als bestens geeignet für ein schnelles Erreichen von Zerbst. Der Belag war meist sehr gut, nur innerhalb der Ortschaften wurde Mensch und Material manchmal arg durch geschüttelt. Für die Rücktour gibt es zwei Möglichkeiten, per Sandweg im Norden, per Straße über Bias und Wertlau. Insgesamt kommen 50 Kilometer zusammen.
Zerbst wurde am Ende des 2. Weltkriegs sehr zerstört. Nur die Stadtmauer hat das sinnlose Bombardement fast ohne Schaden überstanden. Schloss, Kirchen und Häuser sind fast völlig verschwunden oder ruinös. Der Roland und die Butterjungfer sind noch Hingucker. Vom Erbe Katharina der Großen ist auch nicht viel vorhanden. Eine kleine sehenswerte Ausstellung versucht dem entgegen zu wirken. Ein neues Denkmal zeigt auf die alte Geschichte. Sehenswert ist auch das Gymnasium der Stadt in einem alten Kloster. Der Klostergarten ist eine Idylle in dem Neubaueinerlei.
Der Luther-Weg sollte eigentlich unsere Leitlinie sein, aber schon die Suche nach einem Anfang war fast unmöglich. Nur an wenigen Stellen fanden wir eine Spur von der Wegführung. Und hatten wir die Wegführung gefunden, wurde es ein Alptraum, denn der Weg war eine anhaltinische Sandwüste. So half nur das Verlassen des Weges und das Aufsuchen kleiner Kleinode wie eine Kirche in Streetz. Die romanische Kirche ist eine Feldsteinkirche und von innen barock ausgestaltet. Mit viel Liebe wird so ein Gotteshaus verwaltet.

Tour 10 24.9.2011 47 Kilometer Sonne
Der Radweg nach Altjeßnitz führte durch die Mosigkauer Heide auf der Alten Leipziger Straße entlang. Von Straße kann aber keine Rede sein, da es nur ein Waldweg ist. Leider wurde er auch von Waldfahrzeugen genutzt, so dass das Rad fahren nicht immer ein Vergnügen war. Eine logische Ausschilderung gibt es nicht, da auch andere Radwege unser Ziel kreuzten, waren Fehler bei der Streckensuche vorprogrammiert. Die Heide ist natur belassen und es roch nach Pilzen. Kurz vor Altjeßnitz gelangt man dann auf den Mulde-Radweg.

Der Irrgarten Altjeßnitz ist sehr schön eingebunden in den alten Gutspark mit einer sehr romantisch gelegenen Kapelle. Der Irrgarten an sich ist wirkliche eine Herausforderung. Nicht auf Anhieb lässt sich der Weg finden. Von oben sieht es einfacher aus, als es in Wirklichkeit ist. Romantisch schön. Der Rückweg nach Dessau gestaltete sich auf dem Mulde-Radweg doch komplizierter als gedacht. Entweder wurde die Wegführung verändert und man hatte vergessen die passenden Schilder aufzustellen oder die Schäden des letzten Sturms waren noch im Wege liegend.
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