In Dresden gibt es eine Unmenge guter bis sehr guter Restaurants. Auf der Suche nach etwas Besonderem stießen wir auf das St. Petersburg in der Dresdner Neustadt. Ein schön gestaltetes Ambiente wird ausgefüllt mit einer einladenden russischen Höflichkeit. Schon die Vorspeisen Soljanka und die usbekische Lagmansuppe waren ein Traum. Die Hauptspeise Manty und erst recht die Nachspeise Syrniki waren jeden Euro wert. Kvas und russische Limonade machten noch mehr Lust auf mehr Russland.
Bei einem Besuch der Altstadt von Dresden kommt der Besucher an vielen talentierten Straßenkünstlern vorbei. Viele mit Masken erstarrte Wesen warten auf den freigiebigen Touristen. Doch unbestritten ist der König der Straße der Auftritt von Jean Pierrot. In unnachahmlicher Art und Weise begeistert er den Zuschauer. Seine Opfer klopfen ihm meist nach der Pointe auf die Schultern. Der Mann kann Spielen, kann improvisieren und das alles ohne Worte. Eine Reise wert.
Jean Pierrot
1485 wurde Dresden ständiger Sitz der Landesfürsten und damit Residenz. Der höfische Bereich um das Schloss weitete sich aus. An die Stelle einer kleinen gotischen Burg trat ein weitläufiges Renaissanceschloss. Dresden entwickelte sich zu einer künstlerisch bedeutenden Stadt der Renaissance. Den Höhepunkt des höfischen Lebens erreichte Dresden im 18. Jahrhundert unter August dem Starken. Wie kein anderer veränderte er Dresden zu einer barocken Residenz. Es entstanden nicht nur der Zwinger, die Hofkirche, auch das Japanische Palais, zahlreiche Adelspaläste und nicht zu vergessen die Frauenkirche.
Der 2. Weltkrieg brachte viel Zerstörung nach Dresden. Der Feuersturm vom Februar 1945 vernichtete die komplette Altstadt. Schon kurz nach dem Krieg begann der Wiederaufbau. Freiwillige Helfer beseitigten die Unmengen an Schutt. Historische Bauten wie der Zwinger entstanden genauso neu wie die neue Altmarktbebauung. Die Straße der Befreiung wurde in der späten DDR-Zeit eine kleine Prachtstraße. Die Semperoper und nicht zuletzt das Schloss entstanden in ganzer Pracht neu. Nach der Wende kam der Wiederaufbau der Frauenkirche und des Neumarktes in Dresden voran.