Elbe-RadwegDer Radweg von Magdeburg nach Hamburg wir in Erfahrungsberichten und Fotogalerien vorgestellt.
Die rund 360 Kilometer lange Strecke lässt sich gut fahren. Mit ein wenig Sonne und wenig Gegenwind rollte es immer Richtung Hamburg. Ob nun flussabwärts oder flussaufwärts muss jeder selbst entscheiden. Wir fuhren mit dem Fluss. Der Wind ärgerte uns nur wenig. Manchmal kam er sogar aus Süden. Dann fliegt man der See entgegen.Der Radweg ist bestens ausgeschildert und hat fast immer einen hervorragenden Untergrund. Mit der Esterbauer-Karte haben wir uns fast nie verfahren. Die Angaben stimmten immer.
Fähren und Brücken sind immer ein Highlight auf der Strecke. Natur und Sehenswürdigkeiten wechseln sich ab. Badegelegenheiten gibt es aber selten, deshalb immer nutzen, wenn das Wetter und das Wasser passend sind.
Von Magdeburg lässt es sich hervorragend starten. 80 Kilometer am Tag lassen sich ohne weiteres abspulen. Bei Hitze unbedingt Pausen einlegen, denn Schatten ist nicht immer vorhanden. Das Durchfahren der Dörfer und kleinen Städte bringt Abwechslung in die Radtour. Übernachtungsmöglichkeiten gibt es reichlich. Durch die Erfindung des Handys ist eine wochenlange Vorbestellung fast nicht nötig. Ab 17.00 Uhr versuchten wir eine Unterkunft zu bekommen, es klappte immer.

Die Elbe begleitet uns natürlich den ganzen Weg lang. Mal links, mal rechts, wie man Lust hat. Beides ist möglich. Auwälder wechseln sich ab mit Kulturlandschaften. Die innerdeutsche Grenze ist an manchen Stellen noch präsent. Landstraßen kommen ebenso vor wie Wald-und Feldwege. Hinter dem Deich fährt es sich bei Gegenwind am besten.

Je weiter wir nach Norden kamen, um so mehr veränderte sich die Landschaft. Die Dämme wurden höher, die Fachwerkstädte sehenswerter und das Wendland ,aus jüngster Vergangenheit bekannt, eine Augenweide samt seiner tollen Häuser. Marschhufendörfer und Hochwasserschutz bestimmen das Aussehen über viele Kilometer.

Niedersächsische ElbtalaueDas Biosphärenreservat Niedersächsische Elbtalaue durchfahren wir gemütlich und voller Ruhe. Die Gegend wird gepflegter und Einzelbauern überwiegen im ersten Anblick. Radler begleiten uns nun immer häufiger. Aber es wird nie eng auf dem Weg, da er immer toller ausgebaut ist. Service-Stationen für Fahrräder haben sich am Radweg angesiedelt. Natürlich eine sehr gute Idee. Von Atomkraftwerken sollte man sich nicht abschrecken lassen. Ein etwas seltsames Gefühl beschleicht einen doch. Die Rastmöglichkeiten werden immer zahlreicher.
Obwohl kurz vor Hamburg angekommen, gibt es sehr schöne idyllische Plätze am Elbe-Radweg. Einen Morgenspaziergang kann ich nur wärmstens empfehlen. Das Land strahlt eine Harmonie ohne gleichen aus. Die Menschen haben die Ruhe weg.

Der Weg durch Hamburg ist lang, aber sehr abwechslungsreich. Die Ausschilderung hilft an vielen Stellen weiter, nur selten benötigt man wirklich eine genaue Karte. Grünanlagen, Häuserschluchten und natürlich Wasser wechseln sich ab. Eine Unterkunft lässt sich mit dem Esterbauer-Verzeichnis wieder relativ problemlos ordern. Das Finden ist dann schon etwas schwieriger.

In Hamburg muss es nicht das obere Preissegment sein, aber eine Anbindung an die öffentlichen Verkehrsmittel ist wünschenswert. Der Ausflugskalender ist schnell zusammengestellt. Stadt- und Hafenrundfahrt und Besuch verschiedener Museen, natürlich darf St. Pauli nicht fehlen aber ebenso die Speicherstadt und die neu entstehende Hafen-City. Je weiter man sich vom Zentrum wegtraut, je eher hat man Kontakt zu Einheimischen.

Das Leben in Hamburg ist sehr bunt und sehr vielfältig. Touristen und Einheimische treffen sich überall. Alt und neu treffen in Hamburg allenortens aufeinander.
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