Touristische Höhepunkte hat dieser Teil des Mulderadwegs sehr viele zu bieten. Es beginnt schon mit dem Kloster Buch selber. Sehr liebevoll gepflegt und immer voller Leben ist das Klostergelände. Entlang der Strecke gibt es aber noch weitere Höhepunkte wie z.B. die Burg Leisnig oder das Jagdhaus Kössern. Kurz vor Grimma gibt es eine Reihe von Mühlen und auch die Fährstelle in Höfgen. Grimma mit seiner schön herausgeputzten Innenstadt und seiner vielen Denkmäler laden am Schluss dieser kleinen Tour zum Verweilen ein. Das Landschaftserlebnis ist sehr gut. Der Fluss windet sich in seiner Natürlichkeit durch die Auen.
Die individuelle Machbarkeit der Radstrecke ist gegeben. Günstiger weise fährt man aber von Grimma nach Kloster Buch. Hervorragend ist die Möglichkeit mit der Eisenbahn eine Strecke zu bewältigen. Die Strecke lässt sich angenehm fahren und die Gastronomie hat den Radweg gut im Griff. Die Wegweisung ohne Karte ist manchmal auf den Zufall angewiesen. Mit einer Radkarte z.B. von Esterbauer, lässt es sich gut radeln. Ich empfehle, immer dem Radweg zu folgen, damit keine unliebsamen Überraschungen passieren.
Die verkehrssichere Routenführung besticht auf der gesamten Strecke. Nur selten fährt man auf der Straße. Die Fahrbahndecke ist zu 80 % asphaltiert und es rollt sich bestens. Die abwechslungsreiche Route führt meist entlang der Mulde doch Abstecher zum Kloster Altzella und in die Altstadt von Döbeln sind Höhepunkte der Radstrecke. Die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr ist durch die Regionalstrecke von Grimma nach Meißen bestens. So kann man problemlos zum Auto zurück zu kehren. Der Mulden-Radweg hat auch auf diesem Abschnitt mit Vollständigkeit und Richtigkeit der Wegweisung geglänzt.
12.6. 2011
Die 27 Kilometer von Nossen nach Freiberg hatten es in sich. Am Anfang fährt es sich nahe der Freiberger Mulde richtig gut, aber leider hört der gute Belag nach 12 Kilometer auf und Sandweg mit einer fiesen Steigung kommt. An die Steigungen muss man sich gewöhnen, denn mit denen geht es Richtung Freiberg immer weiter . Manchmal hilft nur schieben. Konditionell ist die Strecke zu bewältigen, aber man braucht schon eine gewisse Grundeinstellung. Die Wegweisung ist leider eine Katastrophe, ohne den Esterbauer wären wir aufgeschmissen gewesen. Dafür ist das Landschaftserlebnis immer an der Freiberger Mulde entlang, richtig gut. Der Fluss ist recht schmal, die Flussführung wird immer wieder von Wehren unterbrochen.
Die Stadt Freiberg ist dann der touristische Höhepunkt. Schon am Anfang der Stadt grüßt eine Kursächsische Postmeilensäule. Die Gassen führen auf den Unter- und Obermarkt. Nicht zu übersehen ist der Dom. Unbedingt empfehlenswert ein Besuch in diesem. Die Führung berichtet angenehm über die wichtigsten Sehenswürdigkeiten. Der Dommusikmeister spielt auf der phantastischen Silbermann-Orgel und die Goldene Pforte rundet das Kunsterlebnis ab. Die Gastronomie kann sich sehen lassen, der Touristenstrom in diese Stadt ist enorm.