Hiddensee Hiddensee ist ein kleine aber sehr windige Insel.
Am nächsten Tag stand die Überfahrt von Stralsund nach Hiddensee auf dem Plan. Am Vortag informierten wir uns über die Modalitäten, Fahrkarten werden eine Stunde vor Abfahrt verkauft. Reservierungen sind nicht möglich. So standen wir sehr zeitig am Hafen, wir waren wohl die ersten aber garantiert nicht die letzten. Im Laufe der nächsten Stunde fanden sich Massen an Fahrrädern und die dazu gehörigen Besitzer ein, die alle zur Insel Hiddensee wollten. Die werden nie und nimmer alle mitkommen, so dachte Michaela. Doch eine ausgeklügelte Logistik belehrte und eines Besseren. Sehr schnell waren Passagiere und Räder an Bord und los ging die Überfahrt. Die Mitreisenden genossen die noch vorhandenen Sonnenstrahlen und fotografierten, unterhielten sich oder tranken einfach nur einen Kaffee. Doch die Sonne ließ uns wie immer im Stich, Regenwolken zogen auf.

Kaum ausgestiegen, fing es an zu regnen und es wehte ein sehr kalter Wind. Also wieder einmal Regenkleidung anziehen. Zum Glück hörte es aber bald auf zu regnen, und die Eroberung der Insel von Süd nach Nord konnte beginnen. Aber die Einheimischen machen’s Radfahrern nicht leicht, wir hatten nun schon über 1000 Kilometer in den Beinen, aber die Radwege der viel gepriesenen Insel waren bisher die absolut schlechtesten überhaupt gewesen. Der Aufbau Ost ist bis hierher noch nicht vorgedrungen, auch von dem Eintrittsgeld auf die Insel wurde in die Radwege wenig investiert. Alte Plattewege waren vorherrschend. Auch der vorgesehene Badestopp musste auf Grund des schlechten Wetters ausfallen. Nur wenige Besucher spazierten am winderfüllten Strand. Die Landschaft, Gerhard Hauptmann und die Wolken entschädigten ein wenig. Sie zogen ein Cafe oder eine der Boutiquen vor. So verließen wir die Insel bald wieder.
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