KirchenburgenKirchenburgen sind in Siebenbürgen überall vorhanden.
Groß und trutzig lagen sie vor uns die sächsischen Kirchenburgen. Beeindruckend waren ihre Ausmaße aber auch ihr Erhaltungszustand. Die Kirchen und auch die Burgen ließen sich bestens vorzeigen. Es ist eine alte, große und leicht zu erreichende Anlage. Man betritt die Anlage durch eine gedeckte Vorhalle mt Renaissancegiebel. Durch das alte, eisenbeschlagene Tor und einem gewölbten Durchgang gelangt man in den Hof mit hohen Bäumen. In der Mitte die Kirche aus dem 13. Jahrhundert mit mächtigem, vierstöckigem Glockenturm aus roten Steinquadern. Ringsum die Mauern mit inneren und äußeren gedeckten Wehrgängen; angeklebt die doppelstöckigen Zufluchthäuschen mit wackligen Außentreppen und Galerien.
Modell So sah sie mal aus. 
Die Kirchenburg Tartlau wird dann auch regelmäßig von Bussen angesteuert. Im Inneren erahnt man den Atem der Geschichte. Heute sind sie Relikte einer längst vergangenen deutschen Hochkultur. Bald gibt es keine Deutschen mehr, wahrscheinlich gibt es dann auch irgendwann keine Kirchenburgen mehr. Die vom Deutschen Ritterorden errichtete Anlage betritt man durch einen gedeckten Gang mit Renaissancegiebel. Um die bis zu 5 Meter hohen und bis zu 12 Meter dicken Mauern zog sich einst noch ein Wassergraben. Im eigentlichen Hof steht, ebenfalls von dreistöckigen Häuschen umgeben, die Anfang des 13. Jahrhunderts erbaute, mehrfach umgebaute Kirche, deren Turm dadurch über der Vierung steht.
Dicke Mauern Hier geht es rein. Viele Fluchthäuser Prächtige Anlage. Kanzel Mit deutschen Motiven. Touristen Immer gut besucht. Scheidungszimmer Gute Einrichtung. 
Die Kirchenburgen bestimmen in fast allen Dörfern und Städten das Ortsbild. In Heltau wurde das Äußere der Burg kurzerhand umfunktioniert in Geschäfte und Wohnungen. Das Innere hat natürlich keine Zweckbestimmung mehr, aber die Bemühungen sie zu erhalten sind nicht zu übersehen. Ein zwei Männer und immer irgendwo mit Ausbesserungsarbeiten beschäftigt. Wuchtig wie ein Riese steht die Kirche mitten in der Burg. Der Turm überragt alles und lädt zum Besteigen ein. Die Kirche ist der Heiligen Walburga geweiht, die Beschützerin vor Hundebissen.
Heltau Vom Turm aus fotografiert. Cisnădie Blauer Himmel über Heltau. Deutsch Letzten Siebenbürgersachsen. Walburga Die Heilige der Hundebisse. 
Die Kirchenburg Biertan liegt in einem Seitental abseits der Straße, es lässt sich vermuten, wir würden wohl die einzigen sein, die den Weg hierher finden würden. Weit gefehlt, zwei Busse mit vielen Italienern, Rucksacktouristen und ein zwei normale Touristen, alles traf sich an der größten Kirchenburg Siebenbürgens. Der Aufstieg fiel einigen Gästen schon schwer, die Ringmauern erschienen mächtig, und die Kirche an sich strahlte erhabene Kühle aus. Typische Elemente tauchen nun schon im vertrauten Maße auf, Gebetsteppiche aus dem Orient bilden auch hier die ungewöhnlichsten Farbtupfer. Der Altar mit seinem fein ziselierten Rankenwerk war schon ein Hingucker.
Über den Dächern Gut ist die deutsche Verangenheit sichtbar. Gebetsteppich Aus türkischer Zeit 
Das Weltkulturerbe Wurmloch hat leider am Wochenende Wochenende, so dass eine Besichtigung ausfiel. Doch Ersatz an Kirchenburgen ist in Siebenbürgen immer vorhanden. Meschen sprang ein und erstmals hatten wir die Burg samt Kirche für uns. Alles war offen und dem Entdeckergeist keine Grenze gesetzt. Zuerst wurde die Wehrmauer samt musealer Ausstellung erobert, dann ging es in die Kirche. Hier sah man schon das traurige Ende der Kirchenburgen voraus, trotz aller Bemühungen.
Karte Viele Kirchenburgen sind noch vorhanden. Kirchenburg Die Kirchenburg überragt alles. Vergangenheit Die Siebenbürgersachsen haben eine tragische Geschichte. Zukunft Die Dörfer haben eine Zukunft. Meschen Wartet noch auf den Prinzen.
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