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Lesetagebuch Gundolf Schmidt

Bücher sollen Lust auf das Lesen machen.

Robert Merle Noch immer schwelt die Glut

Aufbau Taschenbuch Verlag
Berlin 2002
Robert Merle beschreibt in seinem vierten Teil seiner großen geschichtlichen Saga die weiteren Geschicke im Kampf um die Macht im Frankreich des 16.Jahrhunderts. Mit List und Charme, aber auch viel Glück, übersteht er alle Intrigen und Auseinandersetzungen. Das Buch macht Lust auf mehr.

Freundschaft gleicht einer Viola, man soll ihre Saiten nicht überspannen.
Sehen ist der einzige Sinn, der unersättlich ist, wenn die Liebe uns im Bann hält.
Der weibliche Körper übt doch eine unbezwingliche Anziehung aus, wenn er in Bewegung ist,
Doch so geht es in diesem seltsamen Jahrhundert, wo der Glaubenseifer oft nur Grimasse ist.
Man lügt eben am geschicktesten, wenn man der Wahrheit am nächsten bleibt..
Erst recht in der Fremde, wo mir die Sünde weniger sündig erscheint,
Bringt es doch wahrlich Mann und Frau um den Verstand und die Hellsicht, wenn man ihrer Eitelkeit schmeichelt.

Ilija Trojanow In Afrika , Mythos und Alltag

Familientopf aus Afrika
Sierra München 2001
Das Afrika die Liebe Trojanows gehört, spürt man beim lesen jeden einzelnen Kapitels. Die unmöglichsten, skurrilsten und auch tragischsten Seiten von Afrika werden bei Trojanow immer noch so dargestellt, dass man Afrika eigentlich nur lieben kann. Leider ist das Leben in Afrika alles andere als rosig, jede Reportage zeigt das in eindrucksvollen Worten. Immer wieder entdeckt der Autor neue Seiten an Afrika, meist geht es immer noch einen Zacken schärfer.

Gedenkkopf Akan
Alles in allem geht das Leben aber immer weiter.
Warten ist zur Haupttätigkeit geworden, am besten zu bewältigen mit matter Schläfrigkeit.
Europäer vergehen, aber sie hinterlassen Spuren ihres Wahns.
Der Busch ist voller versteckter Zeichen - die der europäische Besucher, verfangen in seinem mitgeführten Phantasien, oft übersieht.
In den Bodenritzen sprießt das Unkraut, und man spürt, dass die Massai, die Natur und die Zeit mit vereinten Kräften diesen Betonbau besiegen werden.
Maske Schlossmuseum Lichtenwalde
Mit wem ich das Bier nicht teile, mit dem bin ich nicht befreundet.
Sich fortzupflanzen genießt höchste Wertschätzung und verschafft dem Herrscher Respekt.
Deshalb sei es angebracht, die Brücke zum barfüßigen Leben nicht abreißen zu lassen.
Ich spendiere der Runde noch ein Bier und staune über ihren Lebensmut.

Lars Platzek Namaste Ananda Indien mal anders

Lars Platzek in der Idylle
Verlag Neue Literatur, Jena 2009
Er war eine der Entdeckungen der Buchmesse 2009. In einer frischen und jugendlichen Art und Weise stellte er Indien ganz anders da. Aber wahrscheinlich ist sein Indien das richtige Indien. Wer dieses Bändchen gelesen hat, kann eigentlich gar keine Lust mehr haben auf Indien. Die Erlebnisse werden immer eindrücklicher und beklemmender, manchmal bleibt einem das Lachen im Halse stecken. Wer Abenteuer erleben will, der muss nach Indien. Wer desillusioniert werden will über die Wunder dieser indischen Welt, der muss dieses Buch lesen.
Indische Phantasie
„ Landschaftlich veränderte sich in der Wüste nicht so viel, aber es gab immer irgendetwas zu sehen und wenn es das Nichts war.
Es ist der Charme des Widerspruches in sich selbst.
So wurde man beobachtet, beobachtete seinerseits und spürte, wie die Erhabenheit des Moments den Körper durchflutete.
Wer ist man? Wo kommt man her? Wo geht man hin?
Alles ist doch vom Grunde her gleich, nur anders zusammengesetzt.
Ist nur alles das gut, was wir als gut empfinden?
Indische Werbung
Es war nicht möglich, das spirituell wahrzunehmen, darüber nachzudenken ebenso wenig. Nachdenken musste auf später verschoben werden.
Da war sie wieder, die wunderschöne Harmonie des Augenblicks.
Man wurde hier doch wirklich von allen betrogen, sogar von den Kindern.
Mag sein, dass ich schon viel zu sehr abgestumpft war- okay- aber wer das nicht ist, der sollte niemals dieses Land besuchen.
Brech-Stuhl
Arme Kreaturen sind die heiligen Kühe Indiens.
Einen Blick in die Küche vermied ich immer strengstens.
Eine Fahrt mit den öffentlichen Bussen in Indien wünscht man nicht einmal seinem ärgsten Feind.
Wieder so ein Fall von geraubter Harmonie.
Buddha lehrt: „Erlösung durch Leid.“
So gestaltete sich auch dieser Tempel, wie alle Heiligtümer, als total überlaufenes Durcheinander aller möglichen Wesen.
Auch hier frönte man der All-in-One Lösung.
So sehr man diese Menschen wegen ihrer primitiven Lebensumstände auch bedauern möchte, sie erschienen mir alle sehr zufrieden und glücklich.
…und bestellte das, was ich am wenigsten aussprechen konnte.“


Ilija Trojanow Als Pilger nach Mekka und Medina

Ilija Trojanow auf der Buchmesse 2009
Piper, München 2004
Wieder einmal überraschte mich Ilija Trojanow mit einer irrwitzigen Geschichte. Es war für mich unvorstellbar, was er erleben konnte. Der Autor nahm als Moslem an einem Hadsch nach Mekka und Medina teil. Das Profane und das Ergreifende lagen sehr nah beieinander. Immer wieder beschreibt er mit warmherzigen Worten die irrsinnigsten Begebenheiten im Umgang mit einer doch sehr verfemten Religion. Der Makel des Islam nahm mit dem Lesen der Seiten immer mehr ab. Es ist eine Freude der Fabulierkunst von Trojanow zu folgen.
Muslimische Kaligrafie
Es war ein gutes Geschäft, ganz im Sinne des Propheten: praktisch, sinnvoll und ehrenwert.
Manche Bauten überwältigen das Auge, einige, wenige, überwältigen den Verstand.
Er war überzeugt, dass Disziplin im Glauben ebenso wichtig ist wie Liebe.
Die Gleichheit aller Menschen wird im gemeinsamen Gebet angemahnt.
Der Geschmack von Erdbeeren verweilte noch in meinem Mund, als ich bei den Engeln von meiner Maßlosigkeit klagte.
Gott ist streng, da gibt es kein vertun.
Ein Minarett
Abgesehen von dem Hadsch habe ich nichts erlebt, was das Gefühl von Gemeinschaft mehr stärkt.
Den Ramadan zu erleben- ein Kampf, der täglich mit einer Belohnung endet- hat etwas Heroisches an sich.
Weder die absolutistische Monarchie noch die totalitäre Unterdrückung von freier Meinungsäußerung finden im Koran eine Rechtfertigung.
Der Westen hat vieles, aber ihm fehlt die innere Kraft.
Wie das Tal von Mina symbolisiert, ist Islam der Versuch, eine soziale Ordnung aufzubauen, indem sich die Gemeinschaft an ein göttliches Gesetz hält und ein spirituell wahrhaftiges Leben inmitten des Gewusels führt, inmitten des Menschen Überschuss.
Tränen verhelfen zum Eintritt ins Paradies.
Viel zu wenige wissen, was Islam wirklich bedeutet.
Eingang zur Moschee
Die Paragrafenhengste hatten im gegenwärtigen Islam eine viel zu laute Stimme, die Moralisten und die Mystiker hingegen flüsterten.
Der Islam wird von vielen nur nach den Buchstaben des Gesetzes befolgt, nicht aber nach seinem Geist.
In den schönsten Momenten lässt der Hadsch einen glauben, dass ein anderes Leben und eine andere Menschheit möglich sind.
Die Marktwirtschaft blüht im Schatten des Teufels.
Die Religion hat keinen Einfluss auf die Unmoral der Politik, aber sie lässt sich von den Politikern bestens missbrauchen.
Es mag paradox erscheinen, aber manche Ideale des Islam sind im Westen eher verwirklicht.

Im Frühling nach Rumänien

An der Donau.
Karpatenwilli
Im Frühling nach Rumänien
Erschienen 2000
Im Frieling-Verlag Berlin

Karpatenwilli (bürgerlich Wilhelm Scherz) beschreibt seine Reiseeindrücke, die er in Rumänien gewonnen hat. Von 1989 bis 1999 begleiten wir den Autoren vor allem bei Bergwanderungen und Besuchen bei Freunden in allen Teilen Rumäniens. Sehr humorvoll und voller Hochachtung vor den Rumänen schildert er so manche skurille Situation. Für Höhlenfreunde und Freunde des Tuica ein unerlässliches Muss.
Seine Liebe zu Rumänien kommt schön rüber.
Als Reiseführer bedingt geeignet, aber um einen mentalen Zugang zu Rumänien zu finden, bestens geeignet.



Holzkirche in Constanta
Zur Bärenhöhle schreibt er:
„Und dann ging es mit der nächsten Führung hinein, in die schönste touristisch erschlossene Höhle Rumäniens.“
Zu RUMÄNIEN
„Es lohnt sich immer wieder. Am Abend dann ein letztes Zusammensitzen mit meinen Freunden.
Rückreise schöne Sch…e“
Aber hier sind Berge und Menschen ein Erlebnis.
Die Freundlichkeit beginnt spätestens nach der Grenze.
Die alte Holzkirche mit den Bildern über die Bestrafung einiger Todsünden hat uns natürlich sehr interessiert.
Jüngstes Gericht in Constanta
Die Iza-Quelle sprudelt sehr kräftig ebenerdig aus einer Höhle in einer kleinen Schlucht hervor. Ein wundervolles Fleckchen Erde.
Die Abendsonne hing schon tief und tauchte die vielen Holzhäuser in ein warmes Licht. Jetzt war DER ideelle Moment, noch einmal Fotos von der dortigen Klosteranlage zu machen.
Auf der Weiterfahrt hielten wir noch kurz in Berbesti. Hier steht mitten an der Straße ein wunderbarer,jahrhundertealter holzgeschnitzter Bergarbeiterkultur.
Ich komme wieder.“


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