Der Lutherweg ist kein Radweg, wir haben es trotzdem probiert.





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Lutherweg

Der Lutherweg ist kein Radweg, wir haben es trotzdem probiert.


Abwechslungsreicher Museumstag in der Reformationsstadt Torgau 21.5. 2017

Torgau weiß sich in Szene zu setzen, die Manager der Stadt wissen, wie man Aufmerksamkeit auf eine Stadt lenkt.
Dieses Mal hat mich der Internationale Museumstag nach Torgau gelockt. Und das zu recht. Toll, was hier in einem Jahr geschaffen worden ist. Obwohl der Lutherweg nur die zweite Geige spielte, passt doch alles zueinander. Schloss Hartenfels mit seiner Schlosskapelle und den wechselnden Sonderausstellungen entführen bildgewaltig in die Zeit der Reformation und Renaissance.

Internationaler Museumstag 2017In Torgau SonderausstellungVoller TouristenVolker PohlenzResidenzschloss
Das nun auch noch gleich zwei museale Kleinode ihre Pforten öffnen, ist schon bemerkenswert.
Die Katharina von Bora Stube und das nahe gelegene Spalatinhaus sind von außen wie von innen sehr sehenswert. Locker und leicht wird Reformation und Baugeschichte vermittelt. Mir hat es sehr gefallen. Zum Abschluss erkundeten wir noch ein besonderes Juwel der Torgauer Innenstadt. Das Bürgermeister Ringenthal Museum versetzt einem doch fast in einen Historienfilm, so echt sieht alles aus. Die Engeldecke hat schon was. Einfach toll. Danke Torgau. Ich komme gern wieder.

Luther totalNeues SpalatinhausNeue Lutherin StubeAltes Ringenthal HausAlt und neuFesche Darstellung

Was für ein Reformations Wochenende 6.5.2017

Die Stadt Eisenach hat uns und sich selber ein wirklich schönes Wochenende geschenkt. Zuerst dachte ich kaputte Häuser, laute Straßen und ein großer Reformationstrack, das ist aber nicht die lange Anreise wert. Doch von Stunde zu Stunde wurde ich eines besseren belehrt. Eisenach zog alle Register, damit uns die Stadt in positiver Erinnerung bleibt. Schon der Luther schmaus in den Lutherstuben war ein mächtiger Überzeugungsangriff. Der Aufstieg zur Wartburg auf dem Luthererlebnispfad war dann der nächste Versuch meine Meinung zu ändern. Recht geschickt verbanden die Erfinder des Weges den schwierigen Aufstieg mit einer Bildergalerie zu Luthers Leben. Ruckzuck waren wir oben. Die Wartburg als historischer Ort spricht ja schon für sich aber die Sonderausstellung „Luther und die Deutschen“ war dann schon ein echter Hingucker. Viel, aber nicht zu viel, gab es zu lesen und dank eines Audio Guides für Kinder auch anschaulich zu hören. Sehr sehenswert. Noch immer konnte die Stadt Eisenach punkten. Die ganze Stadt war ausgebildert mit Sprüchen von Martin Luther. Viele kamen mir bekannt vor. Das Menschengewimmel wollte gar nicht aufhören. Ich hätte nie gedacht, dass sich so viele Menschen von der Reformation anziehen lassen. Egal ob sie nun des Bieres, der Kinderbeschäftigung oder wie wir als Touristen hier her gekommen sind. Noch wartete ja das Luther Haus auf unseren Besuch. Von außen ein Schmuckstück ist es von innen ein sehr vorzeigbares modernes Museum. Toll die Ausstellung zur katholischen Sicht auf die Reformation, aber auch das normale Museum war sehr anschaulich und abwechslungsreich gestaltet. Und wir waren auch nicht allein. Eigentlich war ich von Eisenach als schöner und voller Entdeckungen reicher Stadt schon überzeugt, doch das Sahnehäubchen kam am Abend im Landestheater. „Luther. Rebell wider Willen“ wurde als Musical dargestellt. Mit rockigen Klängen, tollen Bühnenbildern, guten Gesangseinlagen, schönen Massenszenen vergingen die 2 Stunden fast wie im Flug. Eisenach, Du hast alles gegeben uns von einer Wiederholungstat zu überzeugen. Und wir werden wohl wiederkommen auch dank der 500 Jahre Reformation.

In EisenachEuropäischer Stationenweg Auf der WartburgLuthererlebnispfadIm Luther HausNationale Sonderausstellung

Stätten der Reformation in der Niederlausitz 1.5.2017

Die Spuren der Reformation sind auch in der Niederlausitz zu finden, aber ich musste schon etwas genauer hinschauen. In Luckau fand ich an der Nicolai Kirche diese schöne Reformationsbank und originale Teufelspuren am Eingang. Dorfkirchen gibt es selbstverständlich in fast jedem Dorf, so wie in Goßmar am Kranich Radweg.
Die Dorfkirchen sind meist aus Feldsteinen erbaut und fast in jedem Ort vorhanden. Ein besonders schönes Exemplar steht in Ogrosen. Kirche, Linde, Pfarrhaus alles ist noch ein wahres Idyll. Eine kleine Tafel weist auf O.E. Schmidt hin, der auch schon hier gewesen ist. An einigen Orten ist die Kirche auch geöffnet, z.B. in Fürstlich Drehna. Von außen ein typischer Brandenburger Kirchenbau ist sie doch von innen besonders schlicht evangelisch gehalten.

Fürstlich DrehnaOgrosenSt. Nicolai in LuckauReformationsbankReformation in LuckauBesuch in Ogrosen

Der besondere Lutherweg in Brandenburg 20.4.2017

Sechs Stationen kann ich als Lutherwegfan in Brandenburg besuchen. Der Elbe-Elster-Kreis hat sich was Besonderes einfallen lassen, den Lutherpass. Warum er aber pink sein muss, hat mir noch keiner erklären können. Innen ist er um so attraktiver gestaltet. Exakte Orts und Inhaltsangaben machen den Lutherpass zum echten Führer durch das brandenburgische Reformationsland.
Im Sänger und Kaufmannsmuseum erfuhr ich einiges über die Geschichte der protestantischen Kantoreien. Liebevoll in Szene gesetzt erfuhr ich wieder einige neue Aspekte der Reformation.
Jüterbog besticht schon mit seiner großen gut erhaltenen Klosterkirche. Von außen wie von innen ein Schmuckstück. Bibliothek, Touristenifo und ein sehenswertes Museum lassen die alten Gemäuer in neuem Glanz erstrahlen. Da Herr Tetzel hier nachweislich gewirkt hat, ist Jüterbog auch ein authentischer Ort. Die Darstellung der Unterschiede zwischen Protestenten und Katholiken sind einfach und auch für mich Atheisten gut nachvollziehbar dargestellt.
In Herzberg erwartete mich in der Stadtkirche Sankt Marien eine stimmgewaltige Orgel und eine kleine feine Ausstellung zur ersten evangelischen Schulordnung.
Reformationen war meine letzte Station auf meinem Brandenburger Reformationsweg. Es führte mich in das Renaissance Schmuckstück Schloss Doberlug. Im Inneren befindet sich eine Kunstausstellung der besonderen Art. Künstler aus dem Kreis Elbe Elster und Gäste zeigen ihre Werk mit ihren Ansichten zur Reformation. Traditionelle Werke wie Volker Pohlenz Frieden zu Oschatz stehen zum Beispiel sehr avantgardistische Werke von Kerstin Becker aus Zossen gegenüber.

Mit dem Luther Pass unterwegsIn JüterbogIn FinsterwaldeIn HerzbergVolker Pohlenz Oschatzer Friede Was sind die Unterschiede?

Sonniger Abschluss auf dem Lutherweg 9.4. 2017

Es ist vollbracht. Der sächsische Lutherweg wurde von Jürgen und mir einmal komplett umrundet. Der Abschnitt von Eilenburg nach Löbnitz hatte noch einmal alle Facetten des Lutherweges zu bieten. Eine gute Ausschilderung, leider auch schon einige zerstörte Exemplare, eine Mischung aus Feldweg, Wiesenweg und radfreundliche Abschnitte , auch schön an der Mulde gelegen, machen das Rad fahren sehr abwechslungsreich. Höhepunkt war der Abstieg nahe der Fähre Gruna zur Mulde. Hier war schon Geduld gefragt. Die Wegeabschnitte im Wald und über die Wiesen und Felder waren immer geprägt von einem prächtigen Frühling, der alles zeigte, was er so zu bieten hat. Die Stadtkirche in Eilenburg und die Dorfkirche in Löbnitz sind sehenswert und waren gleichzeitig Start und Zielpunkt. Für Jürgen und mich ging eine doch relativ lange Fahrt auf dem Lutherweg zu Ende. Ein Osterbrunnen in Löbnitz war ein schöner Abschluss.

Leider schon beschädigt.Im Frühling unterwegsOsterbrunnen in LöbnitzBei Gruna ging es abwärts.Auch so ist der Lutherweg.Geschafft. Die Runde ist vollendet.

11.3.2017 Vorfrühling auf dem Lutherweg

Nun war es endlich so weit. Nach acht Monaten konnten wir unsere Radtour auf dem Lutherweg fortsetzen. Start war dieses Mal in Leipzig Connewitz. Quer durch die Stadt Leipzig ging es von Süden nach Norden. Ohne Navi wäre das ein schwieriges Unternehmen, denn Schilder sind kaum vorhanden. Dafür sind aber Radwege und Sehenswürdigkeiten im Überfluss vorhanden. Die Thomaskirche und auch die neue Katholische Kirche liegen am Lutherweg. Nach einer Stunde waren die 12 Kilometer Stadtweg geschafft und es ging Richtung Eilenburg. Die 30 Kilometer waren dann wieder typisch für den Lutherweg. Naturnahe Wege samt Schlamm und Sand erschwerten ein Vorankommen. Doch irgendwann war auch der letzte Anstieg geschafft und ein Lost Places kündete vom Erreichen der Stadt Eilenburg. Und zur Belohnung gab es eine Schwarzwälder Kirsch.

Leipzig Eilenburg 36 KilometerQuer durch die InnenstadtSehenswürdigkeiten am laufenden BandGut gelaunt trotz niedriger TemperaturenIn Nordsachsen unterwegsLost Places am Rande von Eilenburg

Über den Rochlitzer Berg geht der Lutherweg 24.9. 2016

10 Kilometer Wechselburg Rochlitz warm viel Sonne
Noch einmal habe ich meine Wanderschuhe angezogen und bin ein Stück den Lutherweg gewandert. Dieses Mal war der Startort Wechselburg gewesen. Hier stehen auf wenigen Metern eine evangelische Kirche und eine katholische Basilika samt Kloster auf engstem Raum beieinander. Schon oft war ich zu Gast in Wechselburg gewesen und habe die romanische Kirche bewundert. Nun aber los, der Mulde entlang ging es Richtung Rochlitzer Berg. Natürlich immer berghoch. Aber vertretbar. Überanstrengen musste ich mich nicht. Die Belohnung auf dem Berg war dann ein Besuch nicht auf dem Turm sondern ein Essen in der Türmerstube. Die goldenen Kochlöffel hat der Koch nicht umsonst bekommen, denn das Essen war wirkliche eine Wucht. Überraschend war auch eine geöffnete Touristeninformation auf dem Berg vorhanden. Die touristischen Verantwortlichen haben so manches Kleinod in das touristische Auge gerückt. Viele, viele Wanderideen. Toll. Abwärts Richtung Rochlitz haben wir schon nach kurzer Zeit die Orientierungstafeln des Lutherweges verloren. Leider haben Waldarbeiten die Schilder gleich mit entsorgt. So kamen wir zwar schnell, aber nicht auf dem Lutherweg doch schnell ins Schloss Rochlitz. Dieses Kleinod musealer Pracht haben wir schon seit 1983 des öfteren besucht und uns immer darüber gefreut, dass wieder etwas Neues zu sehen ist. Absolut sehenswert. Ein Käffchen im Blümchencafe rundete die kleine Wanderung auf dem Lutherweg zwischen Wechselburg und Rochlitz ab.

Selten geöffnet.Immer offenAufwärtsÜberraschende VielfaltSeit 33 Jahren Ziel Neu

Wandern ist auch auf dem Lutherweg anstrengend 3.9. 2016

Sornzig Mügeln Wermsdorf heiß 16 Kilometer
Gleich vornweg, wer wirklich die 520 Kilometer erwandern will, braucht echt Kondition und gute Wanderschuhe. Aber einmal muss ich als Radfahrer doch auch wandern, so der Plan. Gedacht, getan. Durchgehalten habe ich, aber war schon heftig. Ohne Respekt vor der Wegstrecke sollte man gar nicht erst loswandern. Was für ein Radwanderer perfekt ist, ist für einen Wanderer nicht so toll. Diese Erfahrung machte ich andauernd. Schon eine schöne Straße tut den Füßen irgendwann nicht gut. So ein Querfeldeinweg, am besten ohne Asphalt, ja der tut gut. Auf meinen wenigen Kilometern war davon aber nicht viel vorhanden, aber ich verstehe jetzt zu 100%, warum die Weggestalter häufig Wege gewählt haben, die kein Radfahrer freiwillig fahren würde. Die Blicke in die Landschaft und auch die Luthertafeln sind die gleichen. Die Einblicke ins Obstland waren schon sehr schön, Die Stadt Mügeln kam näher, aber noch viel langsamer. Positiv war natürlich, dass kleine und große Berge nicht so anstrengend waren, wie als Radfahrer.
Das Kloster Sornzig ist als solches nicht gleich erkennbar, fehlt doch viel Klostertypisches, aber mit viel Liebe und Engagement wurde nicht nur fehlende Bausubstanz ergänzt, es gibt Dank der Stiftung Dr. Ludolf Colditz Kloster Marienthal auch ein sehr gegenwärtiges Leben. Der Klostergarten ist mit seinen vielen Wildfrüchten eine Wucht.
Genau so viel Engagement und Liebe fanden wir in der Kirche Altmügeln vor. Der Förderverein leistet wahrlich Gigantisches. Hier schweigt der Gast und hört ehrfürchtig zu, was so Alles geleistet werden musste und muss. Die bemalte Holzdecke, das Kirchendach und der sehenswerte Altar von Frau Ursula Nollau sind einen besuch wert. Der Lutherweg geht unmittelbar an der Kirche entlang.

Zu besuch im Kloster SornzigSornziger WildeWandern auf dem LutherwegIm Obstland unterwegsSchmuckstück Kirche AltmügelnWahnsinn

Unterwegs auf dem Lutherweg Start in Delitzsch 19.7.2016

Passend in einer evangelischen Kirche begann unsere Radtour durch Sachsen. Immer auf den Spuren von Martin Luther versuchen wir Interessantes und interessante Menschen zu treffen, zu fotografieren, zu filmen, zu interviewen. Heute war Jürgen mein Mitreisender mein erster Interviewpartner. Er erklärte mir in der Stadtkirche Delitzsch, was eine evangelische Kirche ausmacht. Taufstein, Kanzel, Kirchenbänke, weiße Wände und ein Altartisch sind wesentliche Elemente, an der ich in Zukunft eine evangelische Kirche erkennen werde.
Zum Auftakt gab es im Delitzscher Schloss eine sehr schöne Ausstellung zur Reformation zu sehen. Mit vielen gegenständlichen Quellen glänzt die Ausstellung mit hoher Anschaulichkeit. Lutherbilder, neben Heiligenfiguren und auch ein Abendmahlkelch sind sehr sehenswert.
Ein schöner Anfang einer Rundreise durch Westsachsen auf Luthers Spuren.

Hier beginnt die Reise.Stadtkirche DelitzschEvangelische StadtkircheLuther ist hier.Imposantes GebäudeEin Abendmahlkelch

Farbiger Start auf dem Lutherweg 20.7.2016

Delitzsch - Torgau viel Sonne 58 Kilometer
Der Start auf dem Lutherweg konnte besser nicht beginnen. Wir lernten als ersten Interviewpartner Professor Norbert Hornig kennen. Er hatte einst Martin Luther porträtiert und ihn sehr verschmitzt und schelmisch lächelnd dargestellt. Schon war unser Interesse geweckt. Der Besuch in seinem Atelier wurde ein erster schöner Höhepunkt auf unserer Radreise einmal rund um Sachsen. Ein sehr sympathischer rüstiger Rentner mit wachem Verstand erzählte uns aus seinem Leben und öffnete uns auch sein Atelier. Eine wahre Farbexplosion für Nase und Auge. Es war eine echte Bereicherung in meinem Leben, einem Künstler so nahe kommen zu dürfen. Viele Porträts aber auch der Gekreuzigte schauten von der Wand. Wir wünschen ihm alles Gute und folgten froh gelaunt dem Lutherweg. Einen schöneren Auftakt hätte ich mir gar nicht träumen lassen. Vielen Dank Herr Professor Norbert Hornig.
Wir begaben uns auf den Weg nach Torgau, mal auf dem Lutherweg mal auf der Fernverkehrsstraße. Beide lassen sich fahren. Der Lutherweg ist natürlich kein Radweg, so ist auch manchmal die Beschaffenheit des Weges. Gute Reifen sollte das Fahrrad haben. Die Dübener Heide hatte zum Glück viel Schatten aufzuweisen. Auch Eiscafés fanden sich am Rande des Weges.(Süptitz). Für Kirchen und andere Schönheiten hatten wir nicht mehr die nötige Aufmerksamkeit, es war einfach zu heiß. Die Wolken zogen wunderbar am sommer blauen Himmel.

Unterwegs in NordsachsenDurch die Dübener HeideDer Lutherweg in SachsenFarbige KunstProf. Norbert HornigIm Atelier

Schätze in Torgau 21.7.2016

Ein ganzer Tag sollte es werden in Torgau. Würde diese Stadt, dass hergeben? Und dann nur auf ein Thema konzentriert, wird das was werden?
Und wie. Wir sind ja auf Luthers Spuren unterwegs. Und ich muss sagen, die ganze Stadt Torgau ist voll von geschichtlichen Spuren von Martin Luther. Selbst seine Ehefrau hat ungewollt, aber doch bleibende Spuren in Torgau hinterlassen. Alltagskirche, Schlosskapelle, Marienkirche, Katharina von Boras Sterbehaus, ja die ganze Stadt ist ein einziges sehr vorzeigenswertes Hinterbleibsel vergangener Zeiten. Die frühe Renaissance hat hier ein einzigartiges Ensemble schöner Bauten hinterlassen. Vieles wurde schon renoviert, einiges ist in Arbeit und so manches wird sicherlich in der Zukunft auch noch von einem Prinzen wach geküsst werden.
Torgau erscheint mir auf einem richtigen Weg, engagierte und kompetente Menschen genauso wie reichlich Sehenswertes. Luxus , der allen zugute kommt. Tourismus Manager, wie Handwerker suchen das Beste für die Stadt.

In der AlltagskircheAuf dem GeschichtsradDer Ring der Katharina von Bora aus Torgau.Martin Luther in Torgau.Die Schlosskirche auf Schloss Hartenfels.Volker Pohlenz malte die Einweihung der Schlosskirche.

Kleinode und Hitze auf dem Lutherweg 22.7.2016

22.7.2016 65 Kilometer 4.09 Fahrtzeit Torgau Grimma
Manchmal muss man einfach nur hinfahren, fragen und sich freuen. So heute gleich zweimal in Nordsachsens Kirchen geschehen. In Schildau und Sitzenroda fanden wir nette und auskunftsfreudige Menschen, die uns ihre Kirchen sehr sympathisch nahe brachten.
Die Schildauer Kirche glänzte mit ihrem Altar und auch die Kirche in Sitzenroda samt Altar waren die Reise wert gewesen. Aber nicht nur die architektonischen Feinheiten fanden heute den Weg in unser Herz und in unsere Aufnahmegeräte. Besonders haben uns diese beiden Menschen gefallen. Die rüstige Pfarrersfrau und der lebenslustige Pfarrer Frank Philipps im Ruhestand( in Reichweite) brachten mir das Besondere der evangelischen Kirche wieder etwas näher. So begreife ich Tag für Tag mehr.Erwähnt sein muss heute aber auch der Lutherweg an sich. Meist ist er wirklich nur ein Wanderweg, als Radfahrer findet man ihn nicht immer toll. Es wechselten sich naturbelassene Teile in der Dahlener Heide ab mit Asphaltstrecken entlang der Mulde. Die Hitze trieb uns voran und wir erfreuten uns an schattigen Abschnitten auf dem Muldental Radweg. Zufällige Begegnungen prägten den ganzen Tag unsere Fahrt auf dem Lutherweg, auch die Kräuterfee in der Wurzener Jacobsgasse 12 gehörte dazu.

Der Dom in WurzenIn der Dahlener HeideDie Marienkirche in SchildauDie Marienkirche in SitzenrodaDer Altar von SchildauDas Kirchenschiff von Sitzenroda

Der Lutherweg als Radweg 23.7.2016

44 Kilometer Gegenwind Grimma Döbeln
Der Lutherweg ist ja nun mal ein Wanderweg. Immer wieder wechselten wir auf den Mulderadweg. Trotz der nahen Mulde ging es immer hoch und runter. Manchmal sind auch beide Wege gleich. Die Ausschilderung mit den grünen Wegweisern ist fast perfekt. Große Tafeln mit Luthersprüchen, einer jeweiligen Karte und einer Beschreibung der Wegstrecke ergänzen die informative Tafel. Auch Lutherbilder und Lutherdenkmäler fanden wir immer wieder.
Höhepunkt war das Städtchen Leisnig, nicht nur weil es wirklich sehr steil nach oben ging, Luther hat hier die Kastenordnung eine frühe Sozialordnung für gut befunden. Kloster Nimbschen und Kloster Buch sind zwei weitere wichtige Namen auf unserer Fahrt auf dem Lutherweg. Immerhin hat im Kloster Nimbschen Katharina von Bora als junge Nonne gelebt. Am Ende wartete dann noch ein Riesentransparent „Lutherweg in Sachsen“ auf der Nicolaikirche in Döbeln auf uns.

Entlang der Freiberger MuldeIm Kloster NimbschenHoch auf dem Berge LeisnigDer Lutherweg gleich MulderadwegSankt Nicolai in DöbelnOffene Kirchen fanden wir des öfteren

Der Lutherweg mit dem E Bike 24.7.2016

48 Km viel Sonne Döbeln Seelitz
Natürlich hatten wir kein E Bike zur Verfügung. Wir fuhren tapfer mit unserer eigenen Beinkraft immer berghoch und immer wieder bergrunter.
Das Land zwischen Zschopau und Mulde ist gespickt mit vielen gepfefferten Anstiegen. Der Himmel hielt durch, meine Laune auch. Viel Wasser, mal ein Radler und immer wieder absteigen, das half beim Bestehen der heutigen Hitzeschlacht. Genug gejammert. Es ist ja selbst gemachtes Elend.
Einen Höhepunkt gab es aber tatsächlich wieder. Die steilste Straße Sachsens mit 25 % war nicht leicht zu schaffen. Die Burg Kriebstein war und ist ein Touristenmagnet. Ein Zeitzeuge aus Luthers Zeit. Diese Burg stand schon zu seiner Zeit.

Der Alexius Altar auf Burg KriebsteinDie alten WandmalereienÜber Berg und TalDorfkirche RingethalMeist nur ein WanderwegWaldheim. Hier wurde der Lutherweg entwickelt.

Heißer Weg nach Zwickau 25.7.2016

63 Kilometer sehr heiß Seelitz Zwickau
Kurz gesagt, es war eine Hitzeschlacht. Gott sei Dank war der Lutherweg meist der Mulderadweg, so dass schattige Abschnitte manchmal vorkamen. Die Zwickauer Mulde floss immer in Reichweite , sehr schöne Anblicke waren so garantiert. Die Türme des Rochlitzer Schlosses leuchteten schön in der Morgensonne.
Kirchen am Wegesrand zu besuchen, war ein Ziel dieser Reise, manchmal klappt es sogar ohne große Organisation.
Die Stadtkirche unser lieben Frauen auf dem Berge in Penig war so ein Zufall. Sie hatte eine wunderbare Kassettendecke zu bieten.
Und an Amerika konnten wir auch nicht ohne Foto vorbei fahren.

Die Bergkirche PenigEin sehenswerter TaufsteinDer Lutherweg geht auch durch Amerika.Schieben war auch manchmal angesagt.Die schöne Kassettendecke in PenigTolle Hinweisschilder

Zwickau , du schöne Stadt der Vielfalt 26.7.2016

Schon die Fahrt in die Stadt Zwickau hatte was, der Radweg verlief entlang der Zwickauer Mulde bis fast in die Altstadt. Der erste Eindruck von Zwickau war eine wilde Mischung aus Alt und Neu. Schon die vielen Hinweiszeichen lassen auf ein reges touristisches Leben schließen.
Zuerst fielen die riesigen Plattenbauten auf, doch dann schon die filigranen Altbauten. Ein kurzer Weg und schon fuhren wir auf den Hauptmarkt. Schon ein Blick genügte, hier herrscht das Leben. Überall heraus geputzte Häuser und Freiflächen voller Menschen. Was für eine Begrüßung.
Zwickau ist jedoch auch eine Stadt der Reformation, dass begriffen wir recht schnell, dank Frau Dr. Heese alias Katharina von Bora. Gewandet wie ihre große Namensgeberin führte sie uns zu Orten der Reformation in Zwickau. Viel Neues erfuhren wir, interessant erzählt, gewürzt mit Originalzitaten von Martin Luther oder Zeitgenossen. Schnell verflog die Zeit und wir staunten immer wieder neu über das Gezeigte.
Das Zwickau eine Stadt der Vielfalt ist, merkten wir bald bei einer Segway Tour durch die Stadt. Nach einer kurzen Eingewöhnungszeit ging es recht sicher mit 5 PS durch die Stadt. Völlig entspannt waren weit entfernte Sehenswürdigkeiten recht nah. Ob nun Sachsenring, Horch, Kunstmuseum, Muldendamm, Paradiesbrücke, alles war im Handumdrehen erreicht. Es machte Spaß die Stadt Zwickau so zu erkunden. Danke Familie Riedel.

Der Dom zu ZwickauKatharina von BoraDer Markt zu ZwickauMit dem Segway unterwegsFrau Dr. Heese als Katharina von Bora Stadt der Vielfalt

Der Lutherweg im Ausland 26.7.2016

45 Kilometer Zwickau -Altenburg bewölkt
Der Lutherweg bewegte sich ins Ausland, könnte man meinen. Das Gps Signal hörte tatsächlich an der thüringischen Landesgrenze auf. Kilometerangaben erschienen auf einmal, aber leider wurde wie auch in Sachsen fleißig gebaut. Ob nun Straßen, Wegabschnitte oder unsere Lieblingsbaustelle Brücken. Meist konnten wir sie ignorieren, nur bei Brücken ist das fast unmöglich. So endete unsere Tour so manches Mal am Zaun. Heute waren auch erstmals zwei Wanderer auf dem Lutherweg unterwegs, denn der Stempel war vor uns schon genutzt worden. Auch in Thüringen haben die Macher des Lutherweges darauf geachtet auch wirklich ab und zu ein echtes Wanderstück einzubauen, auf dem Radfahren so gut wie unmöglich war. Auch in Thüringen gibt es schön gestaltete Info Tafeln. Noch in Sachsen nahe Crimmitschau liegt das wiederaufgebaute Kloster Frankenhausen. Eine echte Augenweide, ebenso die Laurentiuskirche in Crimmitschau. Beide touristische Höhepunkte fand ich im sehr sehenswerten Buch 95 Lutherorte, die man gesehen haben muss.
Eine echte Stadt im Ausland ist wohl doch Altenburg, denn hier fanden wir ein Kaiser Wilhelm Zimmer. Wir schliefen bestens. Und , es gab das schnellste Internet der gesamten Strecke, ja eben Ausland.

Noch in SachsenKloster FrankenhausenDie Laurentiuskirche in CrimmitschauLuther in der Stadt CrimmitschauDer Lutherweg in ThüringenIm Kaiserzimmer in Altenburg

Ende in Leipzig 27.7.2016

55 Kilometer gewittrig Altenburg Leipzig Rückenwind
Dem Lutherweg folgen zu wollen, war auch auf den letzten Kilometern eine Herausforderung. Die Macher des Weges wollen natürlich Wanderer ansprechen und die kommen überall durch. Wir als Radfahrer auf dieser Lutherrunde haben uns so manchmal gefragt. Warum machen wir das eigentlich. Aber auch im Endspurt nach und durch Leipzig werden doch häufig Radwege genutzt. Für uns ein Segen , für die Wanderer sicherlich nicht immer von Vorteil.
Die Stadt Borna hatte ich bisher mehr oder weniger ignoriert, ein Fehler, denn diese Stadt hat vor allem sehr nette Menschen, ein sehr schönes Stadtzentrum, einen Martin-Luther-Platz samt zweier sehr sehenswerter Kirchen.
Die Leipziger Gegend zeichnet sich durch das Nichtvorhandensein von Bergen und das Vorhandensein von Seen aus. Häufig hätten wir baden können. Leider zeichnet sich die Leipziger Gegend auch durch eine Vielzahl verbogener, zerstörter, beschmierter, beklebter Schilder aus. Die gute Kinderstube ist nicht bei allen Zeitgenossen vorhanden. Wir haben es fast geschafft, 370 Kilometer der 520 geplanten Kilometer haben wir geschafft. Der Lutherweg war eine Bereicherung schon wegen der vielen Interviews, die ich für meinen Film, führen konnte, aber auch die Jagd nach den Stempeln brachten vielfältige Gespräche. Eine gute Lebenserfahrung.

Expedition LutherwegDie Entdeckung BornaSchade schadeNetter Stempelgeber im Museum Borna.Neues Lutherdenkmal in BornaIm Spiegel die Stadtkirche Borna

Leipzig im Überfluss 28.7.2016

Zum letzten Mal waren wir auf den Spuren von Martin Luther unterwegs gewesen. Diesmal in der an Geschichte und Geschichten reiche Stadt Leipzig. Schon oft war ich in dieser Stadt mit dn verschiedensten Temen unterwegs gewesen. Stets ga es ein Angebot im Überfluss. So auch beim Thema Martin Luther und die Reformation.
Angefangen haben wir unsere Entdeckungsreise im Stadtgeschichtlichen Museum. Neben dem echten Ehering von Katharina von Bora gab es noch diverse Lucas Cranach Bilder zu bewundern. Von der Pleißenburg ist außer dem Turm nichts mehr übrig. Den Raum der Disputation von 1519 muss man sich denken. Ein Besuch des neuen Rathauses lohnt trotzdem, da der Turm mit seinen 270 Stufen bestiegen werden kann. Das alte Leipzig wird trotz seines damaligen Reichtums sehr klein. Ein schöner Rundumblick nach allen Himmelsrichtungen entschädigt für den mühsamen Aufstieg. Selbst die Besuche der allseits bekannten Thomas und Nikolaikirche brachten noch neue Blickwinkel. So gab es doch tatsächlich in der Thomaskirche ein Lutherfenster und in der Nikolaikirche eine Lutherkanzel. Sehr sehenswert, Die Paulinum ist noch immer eine Baustelle und so erahnt man mehr als man sieht. Die alten Wandmalereinen haben schon etwas Erhabenes an sich.
Da Martin Luther gutes Essen und Trinken nicht verschmähte gehörten auch Auerbachs Keller und der Thüringer Hof zu unseren Besuchszielen. Ein Lutheressen gehörte selbstverständlich zum Programm.

Im Auerbachs KellerIn der ThomaskircheIn der Nikolaikirche die LutherkanzelDas kleine reiche LeipzigNoch mal Martin Luther von Lucas Cranach.In Sankt Pauli zu Leipzig


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