Mulde-RadwegDer Mulde-Radweg ermöglicht bestens die Verbindung von Kultur mit Radfahren.
Touristische Höhepunkte gibt es au dem Abschnitt von Pouch nach Dessau den Irrgarten Altjessnitz und die Reste des Reichsbahnnetzkraftwerks in Friedersdorf. Besonders die Industriebrache an der Mulde nahe Friedersdorf ist nicht zu übersehen. In den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts errichtet, verfiel die Anlage nach der Wende und wird 2009 abgerissen. Ein Kleinod ist in Muldenstein zu bewundern, eine romanische Kirche nahe der Mulde. Wild romantisch in einem Park gelegen, eignet sich die Kirche samt Sozikulturellem Zentrum bestens für Hochzeiten.

Die individuelle Machbarkeit der ca. 40 Kilometer ist konditionell gut zu bewältigen. Die Strecke ist angenehm zu befahren, man muss sich nur aufmerksam in Friedersdorf am Muldenstauwehr orientieren. Die Streckenführung wurde näher an die Mulde gelegt und fährt sich durch die vielfältige Landschaft ausgezeichnet. Die Dorfgasthäuser glänzen mit einem sehr guten Angebot, sehr guten Preisen und einer höflichen Bedienung. Nicht immer ist der Radweg asphaltiert, häufig fährt man auf natur belassenen Wegen, besondere Aufmerksamkeit sind den Wurzeln der Bäume unbedingt zu schenken. Insgesamt ist auch dieser Abschnitt des Mulde-Radweges bestens für Genussradler geeignet.

Die Entfernung zwischen beiden Orten ist sehr kurz und es lohnen sich verschiedene Abstecher. Selbstverständlich lädt die Goitzsche zum Verweilen ein, aber auch Bitterfeld sollte nicht unbedingt links liegen gelassen werden. Der Bitterfelder Bogen ist ein Besuch genauso wert wie die Bauermeistersiedlung samt Kirche. Höhepunkt ist aber ohne Zweifel der Besuch im Buchdorf Mühlbeck mit seiner absolut fotogenen Kirche. Von außen ein romanischer Bau und innen erwartet den Besucher ein äußerst sehenswerter Altar.

Der Beginn der Reise entlang der Mulde an diesem Abschnitt begann wieder mal an einem Bahnhof. Eilenburg lässt sich ohne Mühen durchqueren. Den Markt mit seinem schönen Rathaus und Brunnen samt der stattlichen Stadtkirche St. Nikolai lässt sich leicht erkunden.
Die Mulde überquert man mitten in der Stadt und ist trotzdem mit ein wenig Romantik behaftet. Den Ausgang aus der Stadt Richtung Bad Düben ist dann etwas schwer zu finden, aber irgend wann geht es durch eine flache idyllische Landschaft. Eine Karte zu besitzen, ist trotz reichlicher Ausschilderung recht ratsam.
Ab und zu grüßt die Mulde tatsächlich am Horizont, einmal ist sie ganz in der Nähe. Der Radweg ist sehr radfahrerfreundlich und fördert das ruhige Fortkommen. Die Fähre Gruna bringt einem schnell ans andere Ufer. Für den aufmerksamen Betrachter finden sich viele kleine Sehenswürdigkeiten, ob nun Sorbenturm in Gruna oder Schloss samt Park in Hohenpriesnitz. Beide warten noch auf den sie wach küssenden Prinzen. Unbedingt anhalten sollte nicht nur der Radtourist in Niederglauchau in der „Grünen Muldenaue“. Absolut preiswert bekommt der Hungrige eine ausreichende und sehr schmackhafte Mahlzeit.
An Bad Düben müsste der Mulderadfahrer eigentlich vorbei fahren doch die Burg Düben ist schon ein schönes Fotomotiv. Ist man einmal auf der andere Seite empfehle ich den Muldeauenweg Richtung Pouch zu nehmen, denn er führt auch an das Reiseziel. Nördlich der Mulde gelegen, folgt der Weg der Mulde in geringem Abstand. In Pouch angekommen, wartet ein sehr schönes Cafe wenigstens Sonnabend und Sonntag auf die hungrigen Radwanderer. Das Künstlercafe ist ein Augenschmaus.

Der Abschnitt Wurzen-EilenburgDieser Abschnitt des Mulden-Radweges ist sehr gut zu befahren. Bestens ausgebaut und ausgeschildert ist eine Fahrt ein Vergnügen. Kulturelle Ziele sind die Schlösser Püchau und Nischwitz. Beide sind umgeben von Parkanlagen, die einen Spaziergang wert sind. Die neuen Besitzer bemühen sich um eine bestmöglichste Nutzung. In Nischwitz überwiegen Wohnungen und in Püchau Gastronomie und Kulturevents. In beiden Schlossanlagen ist schon Beindruckendes geschehen. Das geschichtliche Erbe wird bewahrt.


Mit dem Schlossherrn unterwegsImmer mal wieder lädt der „Schlossherr“ Uwe Bielefeld im Namen des Fördervereins zu ausführlichen Schlossführungen ein. In lockerer Art und Weise präsentiert der Diplom-Ingenieur die Geschichte des Schlosses in verschiedensten Räumen. So geht es in den Weinkeller mit einer sehenswerten Ausstellung, zu den berühmten noch nicht nachbaubaren Gewölben hin zu den schönen Räumen im Obergeschoss mit seiner Stuckateurwerkstatt. Höhepunkt der Führung ist die Besichtigung des Giebels aus Metall und Glas. Abgerundet wird der Besuch in der Malerwerkstatt in dem ehemaligen Rittergut.

Der Radweg zwischen Grimma und Trebsen ist bestens ausgebaut und ausgeschildert. Im Wesentlichen verläuft er parallel zur Mulde und hat keinerlei Steigungen. Nur wenn man in eines der Dörfer abbiegt, dann gibt es schon Steigungen zu überwinden (Döben). In einer Gruppe radelt es sich auch ganz angenehm, da der Weg recht großzügig angelegt ist. Der Weg ist auch sehr gut geeignet für eine Rückkehr entlang der Mulde, da auf beiden Seiten der Mulde ein ausgebauter Weg vorhanden ist. Die Fotos entstanden auf der Radtour der Volkshochschule Muldental zum Thema" Kirchen im Muldentalkreis"
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