NaumburgNaumburg ist eine sehr schöne Stadt am Saale-Radweg.
Naumburg ist auf den ersten Blick eine liebreizende Stadt, die vom Tourismus lebt, aber auch etwas für den Tourismus macht. Die Hauptstraßenzüge sind schon sehr ansehnlich, viele Häuser sind schon renoviert und besitzen sehenswerte Einzelheiten, z.B. Hausmarken. Ins Auge fallen auch die vielen Zunftzeichen. Die Fußgängerzone lädt zum Verweilen ein. Die lange Geschichte der Stadt spiegelt sich auch in reichen Bürgerhäusern und einem schmucken Rathaus wieder. In den Nebenstraßen sieht das schon anders aus, hier ist noch „DDR-Charme“ vorhanden. Baulücken ergänzen sich mit Ruinen.

Der touristische Wert der Stadt ist aber hoch, die Ausschilderungen exakt und hilfreich. Die Touristinformation und die Mitarbeiter der einzelnen Museen sind sehr nett und zuvorkommend. Hotels, Cafes, Restaurants, Parkplätze, alles ist schon reichlich vorhanden. Höhepunkt eines Besuchs ist natürlich der Dom, aber auch das Nietzsche-Haus kann sich sehen lassen. Einen schönen Überblick über Naumburg erhält der sportliche Besucher vom Turm der Stadtkirche St.Wenzel. Der Dom und die Stadt liegen einem zu Füßen.

Friedrich Nietzsche besuchte die Schule in Naumburg bis 1858. Immer wieder kehrte er jedoch nach Naumburg zurück, um Mutter und Schwester zu sehen. Als seine Krankheit 1889/90 schließlich überhand genommen hatte, nahm ihn die Mutter zur Pflege wieder in ihr Haus. Zu sehen gibt es eine Dauerausstellung mit dem Titel „Nietzsche in Naumburg“ und wechselnde Sonderausstellungen. Man kann es sich aber auch im Hofe oder auf dem Balkon gemütlich machen und Nietzsches Werke kennen lernen. Die Handbibliothek steht allen Besuchern offen. Ein Ölgemälde von Dieter W. Weidenbach zeigt ungewöhnliche und sehr farbenfreudige Darstellungen des Lebens und Sterbens von Friedrich Nietzsche.
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