OstseeradwegDer Ostseeradweg führt immer entlang der Küste von West nach Ost.
Von Lübeck ging es zuerst nach Dassow, einem Ort ,in dem Gundolf schon vor über 20 Jahren mit dem Rad unterwegs war. Er hoffte auf alte Bekannte, aber das Dorf hatte sich stark verändert. Er erkannte es kaum wieder. Von Dassow ging es zur Ostsee auf einem fantastischen Radweg immer bergab und der Wind kam von hinten. Wahrscheinlich wurden Fördergelder für die Infrastruktur genutzt, um Radwanderern das Fahren so angenehm wie möglich zu machen. Wir hatten außerdem auf dem Stück nicht nur die alte DDR- Grenze überquert ,sondern auch Mecklenburg-Vorpommern erreicht. Unser nächstes Ziel war Boltenhagen. Doch zuvor machten wir Halt an einem schönen FKK-Strand, da das Wetter bis dahin super war. Leider sollte es unser erster und letzter Badetag werden.
Mecklenburg-Vorpommern ist erreicht
Die blaue Ostsee Schönes Blau Der Ostseefernradweg Schöne Wolken 
Boltenhagen nach KühlungsbornDer Weg von Boltenhagen nach Kühlungsborn ging immer an der Ostssee entlang, unser zweites Reiseziel, der Ostseeradfernweg war erreicht. Doch das Wetter hielt sich nicht, es zogen bedrohliche Regenwolken auf. Gerade noch im Adamskostüm gewesen, hieße es jetzt Regenkleidung anlegen. Doch auch das half nicht. So kam uns eine Unterstellmöglichkeit gerade recht, wir blieben nicht die einzigen, die vor dem Unwetter Schutz suchten. Das Wetter schlug auf unserer Reise an der Ostssee erbarmungslos zu. Der Sonnenschein, der uns auf unserer Reise bisher stets begleitet hatte, sollte jetzt auf lange Zeit verschwunden bleiben. Baden unmöglich. Trotzdem erreichten wir Kühlungsborn, dort wollten wir übernachten. Gott sei Dank hatten wir ein Zelt mitgeschleppt. Kühlungsborn ist für Übernachtungen für Radwanderer eine Katastrophe, zumindest in der Saison. So suchten wir vergebens eine feste Unterkunft, selbst zu überteuerten Preisen war nichts zu haben. Ein Zeltplatz, den wir auch fanden, erlöste uns von dem Problem der Übernachtung. Wenn es auch mit der billigen Übernachtung nicht so recht geklappt hatte, so entschädigte uns doch die Gastronomie.

Von Wismar ging es über die Insel Poel nach Kühlungsborn. Der Morgen sah nicht so günstig aus, wie immer regnete es. Aus Schaden klug geworden wollten wir nicht bei diesem Wetter eine Etappe fahren, aber in unserer Unterkunft waren noch weitere Radler, die sich von diesem Wetter nicht abschrecken ließen und an diesem Tag noch bis Usedom wollten. Dorthin wollten wir auch, aber erst in zwei Wochen. Als es gegen 9 Uhr aufhörte zu regnen, beschlossen wir, doch Richtung Kühlungsborn los zu radeln. Noch in Wismar auf regennasser Kopfsteinpflasterstrasse rutschte Michaela aus und fiel mit vollem Gepäck auf die Nase. Tapfer wie sie ist, fuhr sie gleich weiter und wir erreichten bald Poel. Gott sei Dank war nix außer einem großen Schrecken passiert.
Auf der Insel suchten wir sofort etwas zu essen, da Gundolf wie immer knurrte. Am Hafen befindet sich eine Fischräucherei, bei der es sich lohnt, Halt zu machen. Wir kauften warmen geräucherten Butterfisch, im Supermarkt Sanddornsaft und schon war unser Ostseeküstenradweg-Frühstück perfekt. So gesättigt wollte Gundolf schon nicht mehr weiter radeln, sondern ein Nickerchen machen. Doch die Etappe war noch lang.
Unfall Michaela begutachtet ihren Unfallschaden. Ankunft auf Poel Die Insel Poel ist fest in Touristenhand. Butterfisch Der Buterfisch kommt aus dem Pazifik und wird hier geräuchert. Idylle Traumhafte flache Landschaft , hervorrragend für Radler geeignet. Hafen Wer das Geld hat, hat hier ein Schiff . 
Sehr zu empfehlen ist das Cafe Röntgen in Kühlungsborn mit seinen leckeren Torten und Kaffees. Schon deshalb kehrte gute Laune zurück und die Reise nach Kühlungsborn hat sich gelohnt. Nicht weit von Kühlungsborn entfernt liegt Heiligendamm, spätestens seit dem Sommer 2007 bekannt durch das G-8 Treffen. Diesen Ort kann der Tourist preiswert mit dem Molli erreichen. Kein Problem gibt es bei der Mitnahme von Fahrrädern. In Heiligendamm ausgestiegen, kann man an der Ostsee zurück radeln, der Radweg ist nach einem Regenschauer gewöhnungsbedürftig. Aber der Ausblick auf die Ostsee entschädigte. Am Abend saßen wir gemütlich am Strand und genossen den Sonnenuntergang.

Interessant für uns war die Entdeckung des wohl nördlichsten Weinberges Deutschlands am Strand von Kühlungsborn. Für uns war nicht ersichtlich gewesen, dass es in der Nacht wieder schrecklich regnen würde, so gar das Zelt brach von dieser Regenlast zusammen. Am nächsten Morgen ging es in Richtung Bad Doberan weiter, wir trafen auf ein seltsames Gebilde. Wir dachten eigentlich, die Berliner Mauer wäre schon längst Vergangenheit. Doch wir wurden eines Besseren belehrt. Vor uns tauchte ein Ungetüm aus Stacheldraht und Beton auf. Ein Überbleibsel des G8 Treffens. Man hatte wohl sehr starke Angst vor den G8 Gegnern. Schöner war da die Begegnung mit dem Doberaner Münster. Ein herrlicher Sakralbau in Backsteingotik.
Der Weinberg in Kühlungsborn
Vor dem Münster von Bad Doberan

Unser nächstes Ziel war die Halbinsel Darss. Von Warnemünde ging es mit der Fähre über die Warnow Richtung Osten. Der gesamte Radweg Richtung Darss und auf dem Darss ist sehr gut ausgebaut, wir fuhren mit Rückenwind schnell wie der Wind. In Wustrow musste das zweite Frühstück sein, da rechterhand vom Radweg sich eine Fischräucherei befand. Wir suchten uns zwei Stück Butterfisch aus. Von Wustrow aus ging es in das Künstlerdorf Arenshoop, immer an der Steilküste Hohes Ufer entlang. Im Ostseebad Prerow mussten wir wieder Halt machen, da uns ein Regenguss zum wiederholten Male überraschte. Nachdem die Sonne wieder hervor lugte, machten wir uns nach Zingst auf, unterwegs trafen wir unsere Nachbarn aus Wermsdorf. Verwundert waren beide Familien sich 500 Kilometer nördlich vom Heimatort zu treffen. Im Ostseeheilbad Zingst machten wir kurz Halt, um einen Cafe zu trinken und die Touristen zu beobachten. Dann ging es schnell Richtung Presewitz, dem Ende der Halbinsel Darss, wir wussten nicht, wie lange die Brücke geöffnet hat, denn wir wollten weiter nach Stralsund.
Mit der Fähre Von Warnemünde über die Warnow nach Hohe Düne Der Ostseeküsten-Radweg Auf dem Darss Am Hohen Ufer Steilküste zwischen Wustrow und Ahrenshoop 
Obwohl wir an diesem Tag nur wenige Kilometer zu fahren hatten, strengte dies Etappe an, da wir zum Einem die ganze Zeit Gegenwind hatten und zum Anderen Gundolf sich nicht an den Bikeline Radweg Ostseeküsten-Radweg Teil 2 hielt, sondern eine Abkürzung wählte, die durch die Felder. Ziemlich geschafft radelten wir in Stralsund ein. Zuerst gingen wir zur Stadtinformation auf dem Markt, die uns mit einer preiswerten Unterkunft versorgte. Stralsund ist eine kleine idyllische Stadt, die mit ihrer Backsteingotik verzaubert. Sie ist vor allem im Zentrum zu finden. Touristen, darunter viele Radwanderer besuchen die Hansestadt, in der es viele Kleinigkeiten zu entdecken gibt, so nahmen wir uns Zeit, eine Reihe von Türen zu fotografieren ( siehe hier
Uns gefiel besonders und das ist bestimmt einmalig, dass man mit dem Fahrrad durch das Rathaus fahren kann.
Geschafft Stralsund erreicht Geschafft Stralsund erwandert Geschafft Unterkunft bekommen Backsteingotik Auf dem Marktplatz der Hansestadt 
Von Rügen nach Greifswald Von der Fähre nach Greifswald die alte B 96 entlang ging es nicht unbedingt schonend für die Gelenke auf Kopfsteinpflaster weiter. Unsere Tourenräder besitzen keine Federung, so dass wir froh waren, bald in der alten Hansestadt Greifswald angekommen zu sein. Nach der täglichen Suche nach Unterkunft und einer Verschnaufpause ging es auf Entdeckungstour durch die altehrwürdige Universitätsstadt. Beeindruckt haben uns der Fischerbrunnen auf dem Fischmarkt, der schöne Fotomotive bot, die Marienkirche, Backsteinhäuser und der Boulevard, der einen interessanten Senfladen aufwies.
Auf der alten B 96 heute kopfsteingepflasterter radweg Fischerbrunnen auf dem Fischmarkt
|