Pleiße-RadwegDer Pleiße-Radweg fließt durch Sachsen und Thüringen.
Die Anbindung an öffentlichen Verkehrsmitteln ist hervorragend. Überall lässt sich unkompliziert in die Regionalbahn zu steigen. Info-Material habe ich keins gefunden. Beispielhaft ist die naturnahe Streckenführung und die verkehrssichere Routenführung in Leipzig immer an der Pleiße entlang und je weiter man nach Süden kommt, sind die Bergbaunachfolgelandschaften mit ihren sehr guten Fahrbahndecken. Dass man durch ein Industriebiet fährt merkt man meist nur am immer wieder zu sehenden Kraftwerk Lippendorf. Die Route zeigt bemerkenswerterweise wirklich in Thüringen eine andere Landschaft als in Sachsen.
Der Radweg im Süden von Leipzig
Kaum überquert man bei Haselbach die Grenze so ändern sich die Hausformen und die Pleiße erhält wieder ein wenig mehr natürlichen Raum. Radstationen sind mir an der Strecke einige aufgefallen, besonders in Altenburg. Verhungern muss der Fahrradreisende auf gar keinen Fall, nicht nur am Stausee nahe Fockendorf gibt es gastronomische Einrichtungen. In Sachsen ist die Ausschilderung als Pleiße-Radweg recht gut, bis auf einige Baustellen nahe Neukieritzsch. Leider hört die schöne Beschilderung in Thüringen sofort auf. Weder Kilometerangaben noch irgendwelche Hinweise auf Reiseziele sind noch vorhanden. Touristischer Höhepunkt ist die Stadt Altenburg, samt Schloss.

Aus einer slawischen Ringwallanlage entstand ein deutscher Burgward. 1706-32 erhielt es im Wesentlichen seine heutige Form. Durch ein Triumphtor 1742 betritt man einen zwingerartigen Vorhof vom Anfang des 15. Jahrhunderts, rechts von einem Torhaus abgeschlossen. Links steht der wundervolle Chor der Schlosskirche, den Wilhelm der Reiche 1413 erbauen ließ und mit einem einzigartigen Zehnpass-Sterngewölbe versehen wurde. Der Altarraum besitzt eine malerisch gewaltige Wirkung durch die einheitlich barocke Ausstattung aus den Jahren 1645-48 unter Leitung von Christoph Richter.
Trost-Orgel und Zehnpass-Sterngewölbe Links das Kaiserpfalzgebiet mit der Renaissancegalerie von Wulf Rieth 1604 , den einstigen herzoglichen Wohnflügeln, in denen heute das Skat- und Schlossmuseum untergebracht ist. In den Gemächern fallen die wertvollen Stuckdecken des Italieners Castelli und die Deckengemälde auf. Der Bachsaal wurde nach einem Brand 1905 von dem Burgenrestaurator Bodo Ebhardt restauriert. Ein weiterer Saal, der Festsaal mit 28 Meter x 14 Meter dient heute für kulturelle Veranstaltungen aller Art. Die Fußböden und das gesamte Interieur wurde glänzend in Szene gesetzt.
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