Der Abschnitt von Memleben nach Naumburg ist weitestgehend flach. Nur an einigen wenigen Stellen geht es mal berghoch. Die Möglichkeiten der Rast sind auf freier Strecke an idyllischen Flecken genauso möglich wie an den vielen Einkehrmöglichkeiten. Restaurants wie Imbisse gibt es gleichermaßen. Die Unstrut schlängelt sich meist parallel zum Radweg. Die Landschaft wechselt von den Weiten bei Memleben zum Talkessel bei Freyburg. Der Radweg ist noch nicht über“fahren“. Bestens geeignet für eine Mitfahrt ist die Burgenlandbahn, die von Nebra bis Naumburg unterwegs ist.
Die Kulturlandschaft links und rechts vom Weg wird geprägt von einer sanften Nutzung. So hat auch der Klatschmohn auch wieder eine Chance. Selbstverständlich gibt es an der Unstrut viel Wein zu sehen, aber auch zu trinken. Weingüter haben sich nach der Wende eine ganze Reihe neu gegründet, wie z.B. das
Weingut Wölbling . Besonders bei sonnigem Wetter lässt es sich hier gut sitzen und ein Glas heimischen Weines genießen. Der Strauß an der Tür kündigt vom Offensein des Hauses. Saale und Unstrut vereinen sich bei Naumburg am Blütengrund. Mit einer Fähre kann auch der Radfahrer problemlos übersetzen. Von der anderen Seite hat man noch einmal einen schönen Blick auf die Kulturlandschaft.
Seit einigen Jahren beschäftigt immer mal wieder die Himmelsscheibe die Gemüter. Was liegt näher, als eine Besuchsmöglichkeit zu schaffen. Das wurde eindrucksvoll in die Tat umgesetzt. Die Arche und der Besucherturm sind wahre Augenweiden. Architektonisch vom feinsten. Der Eintrittspreis ist zwar recht heftig, dafür erwartet den Besucher eine multimediale Vielfalt. Die Geschichte wird sehr schön vermittelt. Am tollsten ist die Grabräubergeschichte, dargestellt von Puppen. Höhepunkt ist natürlich der Besuch im Planetarium, in dem ein visuell sehr schön gestalteter Film über Hintergründe und Zusammenhänge gezeigt wird. Aber Vorsicht, es schläft sich gut. Nur wenn Sie die echte Himmelsscheibe sehen wollen, müssen Sie nach Halle fahren.
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