WalacheiDie Walachei ist ursprüngliches Rumänien.
4.10.2010 An der Donau 250 km 11 GradDieser zweite Tag in Rumänien war nicht so toll, das Wetter war schlecht, die Donau trüb, das Essen kalt und die Laune schlecht. Höhepunkt des heutigen Tages sollte eine Schiffsreise auf der Donau zum Eisernen Tor werden. Leider spielte Petrus nicht mit, das bestellte Essen entsprach nicht den Vorstellungen so manches Mitreisenden. Die Fotomotive hielten sich in Grenzen, so dass der emotionelle und der fotografische Gewinn doch eher gering blieben. Eine alte Inschrift der Römer und ein neuer Kopf vom Decebal, das war’s aber auch schon. Unsere Übernachtungsstadt an der Donau war auch kein besonderer Höhepunkt. Ein freibeweglicher Springbrunnen und eine Boutique waren die Höhepunkte unseres kleinen Stadtspaziergangs.

Das Durchbruchstal der Donau zwischen Banater und Osteserbischem Gebirge ist 134 Kilometer lang Das Eiserne Tor besteht aus drei beckenartigen Talerweiterungen und vier schluchtartigen Stromengen. Ist die Donau sonst 1 Kilometer breit , wird sie hier auf 150 Meter eingeengt. 1971 und 1978 entstanden Wasserkraftwerke, deren riesige Stauseen auch die Stadt Orsova verschluckten. Hier befand sich auch der Ausgang für die Eroberung Dakiens durch die Römer. König Decebal leistete tapfer Widerstand.

5.10. 2010 Ab in die Walachei Besuch im Kloster 10 Grad Regen 471 kmPassend zur angekündigten eintönigen Landschaft regnete es auch noch. Die triste Gegend hätte einige Sonnenstrahlen verdient gehabt. Sollte aber nicht sein, im Gegenteil der Regen wurde stärker. Nach den üblichen wichtigen Pausen kamen wir doch im Kloster Horezu an. Alle erklommen die Anhöhe und freuten sich auf das kommende. Der Regen schien niemanden abzuhalten. Nachdem auch noch die Kirche uns geöffnet worden ist, war der erste emotionale Höhepunkt erreicht. Das Kloster im Brancoveanu -Stil ist äußerst mächtig und gibt 45 Nonnen Heimat. Rosen gibt es auch in diesem Kloster, das Äußere wie auch das Innere ähnelt den bekannten orthodoxen Klöstern. Die Hölle wie Jesus Christus werden gleichermaßen bunt dargestellt.

Das Kloster Horezu im Brancoveanu- StilConstantin Brancoveanu befahl Ende des 17.Jahrhunderts den Bau des Klosters Horezu. Nach siebenjähriger Arbeit konnte Horezu, dessen Gotteshäuser auf dem Grundriss eines griechischen Kreuzes stehen, geweiht werden. Über der Eingangstür steht in Stein geschrieben: „Ich werde keinen Fuß in mein Haus setzen, ich werde mich nicht auf meiner Ruhestätte ausstrecken und mir vom Schlaf die Augen schließen lassen, bis ich jenen Ort gefunden habe, an dem ich meinem Gott ein Haus erbauen werde.“

Weit entfernt von den großen Städten und Straßen liegt das Meisterwerk von Brancoveanu auf einer stillen Anhöhe. Die Anlage kann für sich in Anspruch nehmen, das ausgereifteste Beispiel für den eigenständigen Kunststil der Walachei zu sein. Der Brancoveanu –Stil zeichnet sich in erster Linie durch seine exquisiten Steinmetzarbeiten aus. Es überwiegen geometrische und floreale Motive. Ihre fein ziselierten Säulen mit Akanthusmotiven sind das Hauptmerkmal des Brancoveanu -Stils.

Durch die Walachei zum Weinparadies StirbeyDer Weg war lang und holprig, aber er hat sich gelohnt. Mitten durch Weinberge ging es zu einem Haus wie in der Toscana. Was uns erwartete, übertraf alle Erwartungen. Ein kleines feines Weingut mit einem Deutschen und einer Rumänin an der Spitze. Bestens erklärte er die Weinsorten und die kleinen Feinheiten des Weinlebens. Es machte Spaß ihm zuzuhören. Die Stimmung wurde mit jedem Glas entspannter. Der Wein war gut, egal welcher. Ich wünschen den beiden alles gute. Der Bus ist um einige Kilogramm schwerer und die Gemütslage um einiges besser.
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